Wie wird man glücklich und zufrieden? Mehr Gesundheit und Zufriedenheit im Leben

Chris Eikelmeier

Chris Eikelmeier – Physiotherapeut, kPNI-Therapeut (Univ. Salamanca), Dozent und Athlet. 20 Jahre Praxis, 25 Jahre Leistungssport.

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Wie wird man glücklich? Und wie wird man zufriedener, wenn im Leben eben NICHT alles perfekt läuft? Bevor du anfängst, dein Leben mit Journaling, Atemübungen oder Morgenroutinen zu optimieren, kümmere dich um die großen Hebel – und Vorsicht, das hört sich unfassbar langweilig an: Regelmäßige Bewegung gehört zu den am besten belegten Möglichkeiten, positive Emotionen und Wohlbefinden zu steigern. Schlaf ist ähnlich wichtig: Schon moderater Schlafmangel reduziert vor allem Freude, Motivation und Begeisterungsfähigkeit. Auch soziale Kontakte und Zeit draußen – idealerweise in der Natur – sind mit höherem Wohlbefinden verbunden.

Also bevor du mit Coaching-Tools, Meditation und kalten Duschen arbeitest: Trainiere regelmäßig, schlafe ausreichend, geh täglich raus und verbringe bewusst Zeit mit Menschen, die dir guttun. Klingt langweilig. Wirkt aber vermutlich besser als die meisten „Life Hacks“.

Ein Blog über Lebenszufriedenheit, Gesundheit und Glück!

Lass uns mit einer kleinen Anekdote starten:

Auf ’nem Spielplatz hab ich mal einen Jungen – vielleicht 10 – gesehen: Er füllt eine Gießkanne, will sie hochheben, sie kippt um, sein gerade hineingefülltes Wasser läuft wieder raus – und er haut raus: „Och man… wieso immer ich?“

Und da denkst du sofort: Wie kommt so ein Kind schon zu so einem Satz im Kopf? Zu diesem kleinen inneren Drehbuch, in dem das Leben ihn ständig drankriegt. Dieses „Wieso immer ich?“ kennen viele von uns: Job mies, Beziehung angespannt, Wohnsituation nervt, Konto macht schlechte Laune – und plötzlich fühlt es sich an, als wäre bei allen anderen alles leichter.

Gestern habe ich für meine Mitglieder einen Workshop zum Thema Muskelaufbau gehalten. Dabei ist mir beim Sprechen und bei einigen Rückfragen aufgefallen: Ja, wissen wir alles. UND JETZT? Darauf komme ich gleich nochmal zu sprechen.

Vorher möchte ich dir in diesem Artikel ein paar einfache Hebel erklären, die deine Gesundheit nachhaltig verbessern und dein Leben vermutlich ebenfalls besser – und eventuell sogar länger – machen können. Zumindest können sie deine Lebensqualität für mehr Jahre erhöhen. Mehr Lebensqualität und Gesundheit bedeutet: MEHR GEILES LEBEN! Oder? WER WILL DAS NICHT? Denn (geiles) Leben ist da, wo Gesundheit ist. Krank sein ist weniger geil.

Naja, „einfach“ sind diese Hebel vielleicht nur auf den ersten Blick. Simpel trifft es besser.

Ich werfe im Laufe des Artikels einige Fragen in den Raum. Nimm dir doch mal einen Stift und Papier und beantworte diese Fragen FÜR DICH selbst, ok? Lass das Coaching beginnen …

Alles Scheiße? Wie wird man zufriedener, wenn Probleme da sind?

Wenn du das Gefühl hast, dass sich dein Leben nicht so geil anfühlt, du eventuell auch das ein oder andere gesundheitliche Leiden hast und irgendwie vieles nicht so läuft, wie du es gerne hättest, dann bekommst du hier hoffentlich ein paar nützliche Infos und DENKANSTÖSSE für etwas bessere Gesundheit und mehr Zufriedenheit im Leben.

Das Problem ist nämlich oft: So Scheiße ist es JETZT SCHON gar nicht! Unser Gehirn ist brutal gut darin, Negatives stärker zu gewichten als Positives. Dadurch wirkt es schnell so, als wäre alles schlimm und immer so – obwohl das faktisch nicht stimmt. Es ist oft nicht „immer“ und nicht „alles“, aber unsere Perspektive macht es zu (d)einer gefühlten Realität. Und wenn man diese Geschichte oft genug erzählt – im Kopf –, wird sie zur Illusion, die sich wahr anfühlt.

Meine Superkraft: Morgens aufstehen und sofort alles scheiße finden. Yeah!

Aber erstmal eins nach dem anderen. Fangen wir von vorne an.

Noch vorher, also genau jetzt, möchte ich dir kurz eine kleine Anekdote erzählen:

Eine Patientin war bei mir. Wir haben alles besprochen. Sie wollte keine Blutdruckmedikamente nehmen, findet sie scheiße. Der Arzt hat es aber empfohlen. Ich darf natürlich nicht sagen „Lass das sein, was der Arzt sagt“, aber ich kann erklären, was wir zusätzlich machen können – denn sie wollte keine Medikamente nehmen.

Da ging es dann darum, wie Blutdruck reguliert wird, um Gefäßfunktion, um Knoblauchextrakte – die können nachweislich den Blutdruck reduzieren (lies mehr hier) –, Omega-3-Fettsäuren … Ich kopiere dir etwas aus unserem Nährstoff-Lexikon von Götterspeise hierher, hab das alles schon geschrieben:

„Valls et al. zeigten 2022, dass eine Gabe von 250 mg Knoblauch-Extrakt (1,25 mg SAC) gegenüber Placebo den diastolischen Blutdruck um knapp 6 mmHg reduzierte. Ähnliche Ergebnisse zeigte eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2020 – zusätzlich wurde der systolische Blutdruck hier um durchschnittlich 8 mmHg reduziert. In einer Meta-Analyse aus dem Jahr 2017 zeigten Knoblauch-Extrakte ebenfalls leicht positive Effekte auf den Spiegel an HbA1c (Langzeit-Blutzucker), Nüchternblutzucker, Gesamtcholesterin und Triglyzeride.

Eine Studie aus dem Jahr 2020 testete bei jeweils 46 bzw. 47 Menschen 2400 mg eines schwarzen Knoblauch-Extraktes gegenüber einem Placebo für ein Jahr. Untersucht wurde, wie sich Blutdruck, Blutzucker und Verkalkung der Herz-Kreislauf-Gefäße (CAC) entwickelten. Gegenüber Placebo reduzierte sich das Fortschreiten der Gefäßverkalkung in der Knoblauch-Extrakt-Gruppe, ebenso reduzierte sich der systolische Blutdruck in dieser Gruppe um fast 10 mmHg – auch zeigte die Knoblauch-Gruppe geringere Blutzucker- und Entzündungswerte. Wenn man diese 10-mmHg-Reduktion durch Knoblauch-Extrakt mit Arginin (oder Citrullin), einem leichten Trainingsprotokoll, Omega-3-Fettsäuren und eventuell einer leichten Salzreduktion kombinieren würde, wäre das vermutlich ziemlich praxisrelevant. 2–3 g Omega-3-Fettsäuren können den Blutdruck um etwa 3 mmHg senken (Zhang et al. 2022), ein leichtes isometrisches Trainingsprotokoll um 8 mmHg (Edwards et al. 2023). Eine Salzreduktion, je nach Dosis, kann noch einmal 10 mmHg reduzieren (He et al. 2020); man käme theoretisch auf 30 mmHg oder mehr…“

Dabei eine Körperfettreduktion? Ja. Wir bekommen oft Medikamente für Probleme, welche durch unsere Ernährung und unseren Lifestyle entstehen – was wäre denn da die Lösung? Irrsinnig. Ich weiß es ja nicht.

Auf alle Fälle: Wir haben den Blutdruck in 2 Wochen um 10 mmHg reduziert. Dann hat sie aufgehört: „Zu kompliziert“ – findet sie scheiße … JA NA KLAR, DU MUSST JA AUCH SELBST WAS TUN!

Sie fragte mich: „Soll ich denn jetzt die Medikamente nehmen?“ und ich sagte: „Naja, schau mal. Du machst nicht das, was ich sage. Du willst nicht das machen, was der Arzt dir sagt, und jetzt fragst du mich nochmal, was du tun sollst. Du musst das selbst entscheiden. Ich habe dir alles gesagt, was du brauchst, um jetzt deine eigene Entscheidung zu treffen. Auf alle Fälle musst du EINEN DER WEGE gehen!“

Aber Menschen sind so? Festgetackert in ihren Mustern und Verhaltensweisen, welche sie krank machen.

ES WIRD NIEMAND KOMMEN, DER DIR SAGT: Trink mal 2 Liter Wein am Tag, kiff‘ bisschen, hol dir einen runter und dann wirst du wieder gesund sein!

Verantwortung und Konsequenz – beides muss jeder Mensch für sich und seine Handlungen (er)tragen.

Der Schwache glaubt an Glück (oder Pech). Der Starke an Ursache und Wirkung.

Naja, ok. Kein Plan, was sie jetzt macht. Aber du: Bist du bereit, endlich was zu tun? Zumindest mal meine Blogbeiträge weiterleiten? 😀

Simpel 1: Kontrolliere deinen Blutzucker!

Den Blutzucker unter 100 zu lassen – also Prädiabetes zu vermeiden oder zu korrigieren – lässt dich neuesten Daten nach länger leben (Elsa et al. 2025)! Ist schon was, oder? Wenn man bedenkt, dass das ja nicht zu kompliziert ist: Nicht zu viel fressen, genug schlafen und „dann und wann mal Sport“. Hilft übrigens auch bei Depressionen, Autoimmunerkrankungen und vielen weiteren „Wehwehchen des modernen Menschen“.

Arbeite z. B. mit 2 Diättagen pro Woche – hört sich einfach an, aber funktioniert (Elortegui et al. 2022, Wu et al. 2025). Pauschal montags und freitags jeweils nur 800 kcal in Form von Protein – mageres Fleisch, Garnelen oder Fisch, Whey und Kollagen –, Kaisergemüse und Beerenmischung, etwas Omega-3 dazu, D3 und Multivitamin (kauf das alles hier, danke).

Und geh 2-mal pro Woche für 60–90 min an die Gewichte – also mach Krafttraining.

Wir könnten hier schon fast stoppen! Das allein hat Einfluss auf unglaublich viele moderne Gesundheitsprobleme. Und vermutlich machen 95 % der Menschen auf dieser Welt diese zwei, drei Sachen schon nicht.

Aber genau darauf will ich hinaus: Es hat einen Grund, weshalb viele Menschen diese Sachen halt EINFACH NICHT machen!

Kommen wir zum zweiten simplen Tipp …

Intuitives Essen funktioniert nicht

Simpel 2: Schlaf dich gesund – und glücklicher!

Schläfst du weniger als 6–7 Stunden pro Nacht, dann isst du mehrere 100 kcal mehr am Tag, nimmst vermutlich zu – du hast einen Hunger, dem du einfach nicht beikommst –, fühlst dich müder und gestresster, bewegst dich AUTOMATISCH weniger, reduzierst die Schlagkraft deines Immunsystems, erhöhst also die Rate an Infektionen, baust in Diäten mehr Muskeln als Fett ab und erhöhst das Risiko für Autoimmunerkrankungen, Allergien, Schmerzen, Diabetes und und und (Irwin et al. 2015, Buysse et al. 2014, Hale et al. 2020).

Und weißt du, wann du bessere Entscheidungen treffen kannst? Nicht nur in der Küche? Wenn du gut geschlafen hast!

Schlaf spielt aber auch direkt für dein Wohlbefinden eine Rolle: Schlafmangel scheint vor allem positive Emotionen, Freude und Begeisterungsfähigkeit zu reduzieren. Wenn du also wissen möchtest, wie man glücklicher und zufriedener wird, dann ist ausreichend Schlaf vielleicht deutlich relevanter als das nächste Coaching-Ritual.

VERSUCHE ES NICHT … TU ES! 8 Stunden WENIGSTENS im Bett sein – resultiert in etwa 7–7,5 Std. Schlaf – MINDESTENS, und nochmal 15–30 min irgendwann am Tag. Lies hier mehr zum Thema Schlaf.

Aber was, wenn die Gedanken bzw. andere Lebensbereiche dich wachhalten? Dann gibt es Gründe dafür – gleich mehr dazu. Versprochen.

Mit Melatonin besser schlafen Theanin Ashwagandha Sauerkirschextrakte

Aber was, wenn die Gedanken bzw. andere Lebensbereiche dich wachhalten? Dann gibt es Gründe dafür – gleich mehr dazu. Versprochen.

Simpel 3: Vermeide doch einfach Nährstoffdefizite?

Zinkmangel, Selenmangel, Eisenmangel, mieser Omega-3-Index, Vitamin-D3-Mangel, zu wenig Protein … JA WAS ERWARTEST DU? Nein, deine Ernährung ist vermutlich NICHT ausreichend. Denkst du doch? Ok, dann hake ab – fehlt nur eins davon, dann hast du vermutlich Defizite:

  • Du isst >500 g Gemüse am Tag
  • Du isst >500 g Obst am Tag
  • Du isst >100 g Nüsse pro Woche
  • Du isst >10 Eier pro Woche
  • Du isst >1 kg Meeresfisch pro Woche
  • Du isst >500 g Fleisch pro Woche
  • Du trinkst >1,5 l Mineralwasser pro Tag
  • Du nutzt 2–3 g Jodsalz pro Tag oder isst wöchentlich Algensalate
  • Du isst >1-mal pro Woche Suppenfleisch oder Knochenbrühe
  • Du isst >1,5 g Protein pro kg Körpergewicht
  • Das alles machst du JEDEN TAG bzw. JEDE WOCHE

Merkst du selbst, oder? Es ist kein Zufall, dass so viele Menschen Probleme mit Schilddrüse, Fruchtbarkeit, Stress, Schlaf, Diabetes, Darm, Haarausfall, Müdigkeit und Infektionen haben. Deutschland ist immer noch mangelversorgt!

Du brauchst pauschal keine Nahrungsergänzungsmittel, wird immer gesagt, UND DAS IST AUCH RICHTIG – aber Supplements machen es halt einfacher. Fertig. Und wieso sollte man es komplizierter haben wollen?

Ein Proteinshake hat Vorteile, nicht nur gesundheitliche (lies mehr dazu hier). Dazu ein einfaches Multivitamin, z. B. von Götterspeise Nahrungsergänzungsmittel, 500–1000 mg Omega-3-Fettsäuren, 2000–4000 I.E. Vitamin D3 pro Tag – wenigstens im Winter – das hat MINDESTENS praktische Vorteile. Schaut man sich die Datenlage zu den einzelnen Stoffen an, dann sind es nicht nur praktische Vorteile.

Lies dich schlau:

Omega-3-Fettsäuren
Vitamin D3
Multivitamine und Nährstoffbedarfsdeckung der Deutschen
Whey-Protein
Krafttraining

Basissupplementierung Nahrungsergänzungsmittel

gestresst und unglücklich mindset coaching

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Wie wird man zufriedener und gesünder? Meistens fehlt nicht das Wissen

Das hast du irgendwie alles schon gehört, oder? Besser essen, mehr schlafen und ruhen, Sport machen … ABER MACHST DU ES AUCH? Wenn nein: WAS HÄLT DICH DAVON AB? Tipp deine Ausrede ins Kommentarfeld – aber sie interessiert DEINEN KÖRPER NICHT!

Ausreden sind immer da. Chancen nicht.

Die genannten simplen Punkte sind dabei gar keine Bitte, das sind physiologische IMPERATIVE: Für Gesundheit und Leistung – in meiner Welt untrennbar miteinander verknüpft – MUSST du ausreichend schlafen, MUSST du ausreichend Nährstoffe essen, MUSST du ausreichend trainieren.

Ohne diese „fundamentalen Säulen der Gesundheit“ läuft Gesundheit nicht. Und das brauchst du nicht erst mit 40+, wenn du merkst, dass du 40 Jahre nur Scheiße gemacht hast, sondern AB JETZT SOFORT!

Du kannst dir nicht einfach ein besseres Leben wünschen. Du musst rausgehen – aus deinen Mustern und Gedanken – und es selbst erschaffen.

WÄRE ICH DEIN ARZT, dann würde ich dir exakt DAS ALLES HIER aufs Rezept schreiben und dir sagen:

„Machen Sie das mal 8 Wochen und dann kommen Sie nochmal wieder. Das, was übrig bleibt, gucken wir uns genauer an.“

Aber nochmal zurück: Fehlt Wissen? Manchmal. MEISTENS fehlt aber die neue Gewohnheit, die Routine, die Strategie und vielleicht sogar die passende Umgebung!

Und genau hier liegt häufig der Unterschied zwischen „Ich weiß, was gesund wäre“ und „Ich lebe tatsächlich gesund und zufrieden.“

Aber Menschen gehen lieber zugrunde, als ihre Gewohnheit zu verändern!

Gewohnheiten sitzen oft am Steuer deines Lebens. Und Gewohnheiten entwickeln sich täglich weiter, sie werden stärker – von einem kleinen Bindfaden zu einem dich fesselnden Seil. Jeder Tag, deine Beziehungen, dein Training, dein Job: DEINE MUSTER und deine FEHLER sehen immer wieder gleich aus. Leben ist aber nicht Wiederholung. Leben ist all das, wo du noch nicht warst. ODER SO?

Du brauchst also neue Gewohnheiten, den „Skill“, die STRATEGIE – und hier kommt COACHING ins Spiel. Coaching sind keine „pauschalen Kochrezepte und Ernährungspläne“, sondern auf dich, dein Leben und deinen Alltag zugeschnittene, PERSONALISIERTE Strategien und Handlungs-„Optionen“ – „Optionen“ in Entenfüßchen, eigentlich MUSST du halt mal irgendwas machen.

Beispiel? Ok. Du kommst nach 10 Std. Arbeit, die du scheiße findest, nach Hause. Du hast dich gestern mit deiner Frau – die du gerade ebenfalls scheiße findest – gestritten und hast 2 kleine Kinder unter 6. Die zählen doppelt unter 6 Jahren. Deine Frau ist gestresst und genervt, vieles ist unausgesprochen, keiner hat eingekauft, beide hassen sich in diesem Moment irgendwie und du kommst gestresst und genervt von der Arbeit heim. Dann drückt sie dir die Kids in die Hand: „So, jetzt hab ich auch mal frei“, sagt sie und verlässt das Haus. Tausche beide Partner gerne aus, es geht um die Dynamik, nicht um das Geschlecht.

Du hast nichts gefressen. Keinen Sport gemacht. Und nicht einmal Zeit, dir IN RUHE Gedanken zu machen. Bist gestresst, wirst immer fetter, fühlst dich scheiße und unattraktiv, nicht mehr wohl in deinem Körper, nicht mehr wohl in deinem Job, nicht mehr wohl in deiner Beziehung und nicht mehr wohl in deinem Leben.

Dein Ernährungsberater gibt dir einen Ernährungsplan. NICHTS DAVON HAST DU ZU HAUSE und in dieser „Ausnahmesituation“ – die sich täglich wiederholt – hast du andere Sorgen, als dich an deinen Ernährungsplan zu halten.

Dein Stress geht von früh bis spät, ununterbrochen. Und wie wird die Nacht? Vermutlich pennst du nicht besonders geil – nochmal schnell einen Streit im Bett und dann miesgelaunt ins Land der (Alp)Träume für einen passend beschissenen Schlaf. Morgens geht’s weiter – aber leider genauso.

Und jetzt? WIE KÖNNTE DIE LÖSUNG AUSSEHEN? Meinst du, es hilft, wenn du jetzt einfach sagst: Iss mehr Protein und Gemüse?

Nur eine Frage: Wie würde dein Leben aussehen, wenn du alles Geld der Welt hättest?

Gar nicht so simpel 4: Deine Beziehung und dein Job!

Was wäre, wenn eine gute Beziehung nicht nur darauf aufgebaut ist, dass der eine gut kochen kann und der andere gerne isst? Was wäre, wenn man sich gegenseitig AUF- statt abbaut? Wenn man perpetuelle Probleme akzeptiert (lies mehr zu Beziehungsdynamiken hier) und nicht nur über „gewaltfreie Kommunikation“ spricht, sondern sich einfach füreinander entscheidet, sich liebt, respektiert – auf allen Ebenen – und sich gegenseitig unterstützt? Du unterstützt mich, ich dich, und wir nehmen uns, wie wir sind?

Und das funktioniert nur, wenn man BRUTAL EHRLICH zu sich und zu seinem Partner ist – auf allen Ebenen.

In der Praxis sehe ich einfach viel zu häufig, dass EINE der Ursachen für falsche Entscheidungen in anderen Bereichen und tägliche Unzufriedenheit in einer ungeilen Beziehungsdynamik liegt – oder auch in einem nicht erfüllenden Job.

In Beziehungen wird oft gemeckert, gemosert, nur das Schlechte gesehen und weshalb man sich eigentlich am Anfang für den Partner entschieden hat, wird komplett ausgeblendet. Du kannst nichts mehr richtig machen. Und dann bist du vielleicht auch noch unzufrieden mit deinem Job. Was glaubst du, wie hoch die Chancen sind, dass du dein Leben und deine Gewohnheiten verändern kannst, wenn du den gesamten Tag auf der Flucht bist?

Wenn du also wissen willst, wie man trotz Problemen gesund und glücklich bleiben kann, dann reicht es nicht, nur Ernährung, Training und Supplements zu betrachten. Du musst dir auch anschauen, in welcher Umgebung du jeden verdammten Tag lebst.

Stell dir unsere Vorfahren vor: Säbelzahntiger hier, Säbelzahntiger dort – nirgendwo kommst du zur Ruhe. Du willst hier nicht sein und dort aber auch nicht sein. Und während der Säbelzahntiger dich jagt, erzählt dir jemand etwas über Philosophie und „du musst halt deine Gewohnheiten…“ und gibt dir dazu einen Ernährungsplan.

Aber hast du inmitten mehrerer Säbelzahntiger großes Interesse an Philosophie oder daran, deine Ernährung umzustellen? Alles, was dein Gehirn jetzt möchte, ist ENERGIE für die Flucht – oder den Kampf – und RUHE.

Was mich interessiert: Wenn morgen die Welt untergehen würde, was würdest du heute noch machen?

Positive Emotionen sind nicht das Gegenteil von negativen Emotionen und Stress!

Das ist für das Thema Zufriedenheit im Leben ein wichtiger Punkt: Mehr positive Emotionen und weniger negative Emotionen sind nicht exakt dasselbe. Beispielsweise scheint Schlafmangel vor allem positive Emotionen, Freude und Begeisterungsfähigkeit zu reduzieren. Negative Emotionen nehmen ebenfalls zu, aber weniger stark. Meditation wiederum scheint besonders zuverlässig Stress zu reduzieren, steigert aber nicht zwangsläufig im gleichen Umfang Freude oder Lebenszufriedenheit.

Das wird aber versucht, oder? Da sitzen die Leute 2 Stunden im Schneidersitz, jeden Morgen, aber richtig glücklich werden sie dadurch nicht?

Nutze die Tools für das, wofür sie gemacht sind: Meditation reduziert Stress. Aber eine Stressreduktion bedeutet noch nicht automatisch, dass deine Lebenszufriedenheit im gleichen Maße zunimmt.

EINFACH eine simple Mini-Übung für mehr Zufriedenheit – nur mal für heute, ok?

Lenk den Fokus bewusst auf das, was okay oder gut ist.

  • Beim Partner: mal ein ehrliches Kompliment, eine nette Nachricht, eine Umarmung ohne Anlass.
  • Sag mal jemandem Danke. Nur so, weil du dankbar bist.
  • Im Alltag: dankbar sein für Essen, warmes Wasser, Ruhe, sogar Langeweile.
  • Heute ist Sonntag: nicht schon geistig im Montag versacken, sondern im Moment bleiben.
  • Körperthema: Irgendwas ist daran gut – und was dich stört, ist oft veränderbar. Also einmal auf den Schwabbelarsch klopfen und denken: „Immerhin: Ich kann was draus machen, wenn ich will.“

Und dann, nach dieser Mini-Übung, schau mal, wie du dich fühlst.

Nicht die Glücklichen sind dankbar, sondern die Dankbaren sind glücklich.

Dankbare Menschen berichten im Durchschnitt über mehr Wohlbefinden. Aber das sollte keine gespielte Dankbarkeit sein. Du solltest dir bewusst machen, was du tatsächlich hast, statt dich ausschließlich in das hineinzusteigern, was du vielleicht nicht ändern kannst – und was möglicherweise für dein Lebensglück gar nicht so relevant ist.

Erwarte nichts, was du nicht selbst herbeiführen kannst!

Weißt du … eigentlich ist gar nicht alles unfair – nur unsere Erwartungen an Dinge, die wir gar nicht direkt beeinflussen können, sind oft unrealistisch hoch.

Wenn du „ein guter Mensch“ bist, nur damit das Universum gut zu dir zurück ist, naja, dann ist das die falsche Motivation und diese „Hoffnung“ endet im Grunde nur in Bedürftigkeit. Du kannst das „Universum“ oder was auch immer da sein sollte – wenn überhaupt – nicht bestechen!

Wir sind quasi jetzt schon MITTEN DRIN IM PEOPLE PLEASING! Du bist gut zu jemandem, weil du denkst, dass andere dadurch ebenfalls gut zu dir sind und du etwas zurückbekommst – und dabei stellst du eventuell deine eigenen Bedürfnisse, das WAS DU wirklich willst, hinten an.

Jetzt machst du etwas, was du gar nicht aus tiefstem Herzen willst UND DANN KRIEGST DU VERMUTLICH NICHT MAL ETWAS ZURÜCK. Auf deinem „Gute-Taten-Konto“ sammelst du all das, von dem du denkst, dass du es für jemanden getan hast, und irgendwann … EXPLODIERST DU! Unterschwellig brennt’s eh bei dir, aber irgendwann: EXPLOSION!

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Sei ehrlich. Sei ehrlich zu dir. Sei ehrlich zu deinem Partner. Ehrlich bei der Jobwahl. Ehrlich zum „Universum“. Immer dann, wenn du versuchst, dir oder wem auch immer etwas vorzumachen, geht’s nach hinten los. Du solltest „ein guter Mensch“ sein, weil du es möchtest – nicht, weil du denkst, dass du dadurch irgendwelche Karma-Punkte sammelst! Weißt du, was ich meine? Du kannst einfach nicht beeinflussen, wie die Umwelt auf dich reagiert. Du kannst deine Gedanken, deine Interpretationen und deine Handlungen anpassen. Mehr nicht.

Oft ist das Leben auch nicht „unfair“, sondern wir erwarten oder wünschen Dinge, ohne entsprechende Handlungen zu vollziehen. „Hand aufmachen“ und irgendjemand wird schon Geld reinlegen? Ja, naja, eher nicht, oder?

Erwarte halt einfach mal nichts, was nicht von dir selbst abhängt!

Der Algorithmus deines Lebens? Unglücklich durch Instagram…

Tauchen wir mal in die Welt von Social Media ein – weil’s quasi fast jeden betrifft und ich da auch „aktuelle“ Beispiele von mir selbst nutzen kann.

Du erstellst ein Reel und gibst dir keine große Mühe. Jetzt erwartest du, dass es „viral“ geht. Einfach nur dafür, dass du da bist. Merkste selbst, oder?

Persönlich „mache ich Social Media“ fast mein ganzes Leben, wehre mich aber nach wie vor dagegen, „Video Creator“ zu werden – ist einfach nicht mein Job. Ich bin Therapeut, Trainer, Coach und so gern ich würde, gehe ich lieber im Wald spazieren, trainieren oder sehe, wie meine Mitglieder beim Weihnachtswettkampf PRs knacken, was mich mega stolz macht. Oder ich sitze bei meiner Mutti auf dem Sofa und quatsche mit ihr.

Ich liebe es zu schreiben. TEXTE! WORTE OHNE TON.

Ich hatte auf Facebook eine recht große Reichweite – Text! – und mein Blog lief extrem gut – Text! – und läuft nach wie vor gut. Aber dieses „Video-Ding“ ist irgendwie nicht so meins.

Wie dem auch sei:

Den Algo bei Insta kann ich nicht beeinflussen. Der mag Videos lieber als Texte und wechselt eh ständig. Und aus Sicht eines Trainers, Coaches und Therapeuten wird dort sowieso sehr viel Unwahrheit erzählt und es werden „teure Coachings“ verkauft, ohne dass wirklich etwas Gutes dahintersteckt. Ist halt eine Werbeplattform, was Social Media zusätzlich für mich zu einem notwendigen Übel macht.

Aber: Ich kann beeinflussen, was ich dort poste. Und glaub mir, da steckt mehr „Psychologie“ dahinter, als man auf den ersten Blick sieht. Selbst wenn ich hyperengineerte Videos poste, schneide oder schneiden lasse, könnte ich immer noch nicht beeinflussen, ob etwas viral geht oder nicht. Apropos: Ich hatte schon viele virale Dinger und dadurch viele neue Follower bekommen, unter anderem Hausfrauen aus Brasilien 😀

Wenn ich jetzt primär Videos machen würde, obwohl ich daran keinen riesigen Spaß hätte, und dann erwarten würde, dass WENIGSTENS DAS UNIVERSUM – oder der Insta-Algo – meine Sachen dafür gut ausspielt … dann ist es das gleiche Game wie schon oben. Du gehst zum Training, gibst dir keine Mühe und erwartest, dass dein Körper sich einfach so zum ultimativen Supersayajin verwandelt, nur weil du alle drei Wochen „beim Sport“ ein paar Crunches rausgewurstet hast. Merkste selbst, oder?

Eins der größten Hindernisse des Lebens ist die Erwartung, die an einem Morgen hängt und dir dafür das Heute nimmt. Wir erwarten, dass unser Gegenüber „besser zu uns ist“, als er oder sie es ist, oder sich „verändert“. Aber wir können das gar nicht direkt beeinflussen. Wir können unsere Gedanken ändern, unser Verhalten anpassen oder unsere Konsequenzen ziehen. Voll unfair? Voll unfair, dass wir für vieles selbst Verantwortung tragen müssen – UND KÖNNEN!

Freiheit ist im Grunde genau das NICHT zu tun, was man nicht will, sondern das zu tun, was man will. Und das fängt bei so „simplen“ Sachen wie Social Media an, geht weiter über Mails beantworten, Interaktionen mit Menschen, Reaktionen auf Patienten und und und. People Pleaser haben’s da manchmal schwer. Sie versuchen es dann allen recht zu machen – nur irgendwann nicht mehr sich selbst. #explosion

Wir sind da selbst verantwortlich! Egal ob kack Job, kack Beziehung, kack Partner, kack Leben … vieles davon können wir uns selbst einbrocken – und dann hängen wir da. In der Hoffnung und mit Erwartungen ans Universum. Und nichts passiert.

NATÜRLICH gibt es Dinge, die in unser Leben kommen oder passieren und die mehr als ungeil sind: ein Unfall, eine Verletzung, eine Krankheit, ein Überfall – you name it. Aber auch hier können wir das Geschehene im Nachgang nicht verändern, sondern nur unsere Bewertung und unser Verhalten DANACH.

Oft leiden wir nicht nur, weil etwas geschehen ist, sondern zusätzlich, weil wir nicht akzeptieren, dass es jetzt so ist.

Also wenn du das begehrst, was NICHT in deiner Macht steht, dann wirst du vermutlich enttäuscht werden und im Kerker deiner eigenen Emotionen eingesperrt sein.

Ergibt das bis hierhin Sinn? Ich glaube schon.

Wer bist du, wenn niemand hinguckt?

Ganz ohne Erwartungen und wenn keiner hinguckt … WER WÄRST DU!?

Apropos Karma: Was würdest du tun – oder wie würdest du sein –, wenn du einfach mal gar nichts erwartest? Nichts von Menschen, nichts vom Partner, nichts vom Universum. Was würdest du dann machen? Wie würde dein Tag aussehen?

Ey … EY! Wenn du dann deutlich anders leben, reagieren oder dich verhalten würdest, dann hast du deine Lösung! Deine Begründung? Vielleicht dein „Warum“ noch nicht – aber auch das lässt sich herausfinden. Ein Beispiel dazu: Du bist in der Sauna, in der Umkleide, keiner da. Nur du, ein nasses Handtuch und … dann siehst du dort eine Geldbörse! Du nimmst sie, machst sie auf und schaust rein: 500 Euronen! 500 Euro, mal eben!

Was machst du?

Richtig. Du nimmst die Geldbörse und gibst sie vorne am Tresen ab. Denk an den Dritten: Irgendeiner hat sie verloren und ärgert sich den Arsch wund. Stell dir vor, DU wärst das! Du gibst sie also am Tresen ab – damit der Wichser, der da hinter steht, sich die 500 € schnappen kann und du leer ausgehst? Naja, wenn’s so ist, ist es nicht dein Bier. UND WARUM MACHST DU DAS? Nicht wegen „Karma-Punkten“. Sondern:

Weil du das bist – oder auch das wirst –, was du bist, wenn niemand hinsieht! Ein Klient von mir hat einen Bandscheibenvorfall. Er raucht viel. Wir sprachen über Trophik, Nikotin, Gefäßprobleme und Heilungschancen – und darüber, dass Rauchen ein Risikofaktor für Rückenschmerzen und Probleme mit dem Bindegewebe ist.

Was tut er? ER HAT AUFGEHÖRT ZU RAUCHEN!

Nicht, weil ich daneben stehe und hinschaue, sondern WEIL ER ES WILL!

Er kam letztens zu einem Kontrolltermin zu mir. Er steigt aus dem Auto und ich sehe ihn innerlich immer noch wie früher, wie er eine Kippe anzündet und raucht. Eine nach der anderen! Und ich dachte: „Ah, raucht er da gerade?“ Nein. Er rauchte nicht.

Und das, obwohl niemand hinschaute!!!

(Ich bin stolz auf dich, Bruder!!!)

Wer bist du wenn niemand hinsicht sei du selbst gesundheit psychologie

Eigentlich muss man gar nicht sooo viel sprechen: Nur gucken. Verhalten ist viel entscheidender als Worte, weil Worte oft nichts kosten und schnell gesagt sind. Hat jemand z. B. Interesse an DIR ALS PERSON? Dann hält man Kontakt, freut sich für dich, fragt, wie’s geht, antwortet, ghostet nicht, verarscht dich nicht, lügt nicht, zieht dich nicht ab … ist halt ehrlich und direkt.

Ohne Erwartung an „Was bekomme ich denn dafür, wenn ich so bin?“ Einfach so, weil du es bist, willst und es sich für dich richtig anfühlt.

Biegen wir einmal ganz kurz woanders ab: Wann hat dich das letzte Mal jemand gefragt, wie’s dir geht? Also nicht „Hey, wie geht’s dir und ich erzähle jetzt von mir“, sondern mit Blickkontakt und der Frage:

„Wie geht’s dir? Also ich meine: Wie geht’s dir wirklich? Ich interessiere mich für dich als Person, dein Leben – nicht nur für deine Dienstleistungen und dein Profil.“

Denk da mal drüber nach.

Nicht jeder Mensch will etwas für dich – sehr oft von dir …

Wenn du mal in deiner näheren Umgebung darauf achtest, kannst du ziemlich schnell Menschen erkennen, die vielleicht nicht besonders gut für dich sind.

Manche Menschen sind nicht unbedingt in deinem Leben, um dich glücklich zu machen oder dir das zu geben, was DU DIR WÜNSCHST. Und sie sind auch nicht da, um sich selbst weiterzuentwickeln oder zu wachsen. Manchmal zeigen sie dir schlicht, was passiert, wenn du es selbst nicht tust – und vielleicht auch, was du brauchst und dir wünschst, ohne dass genau dieser Mensch es dir geben wird.

Nicht heute. Nicht morgen. Das ist ok. Kannst du nicht beeinflussen – aber du kannst deine Gedanken nutzen und Konsequenzen ziehen.

TUN VIELE NICHT!

Und dann, ja, naja … hängen sie da weiter rum. Tag für Tag. Jahr für Jahr.

gestresst und unglücklich mindset coaching

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Coaching-Tool: Cognitive Reappraisal = Verändere deine Bewertung

Nicht jedes negative Gefühl entsteht ausschließlich durch das, was passiert, sondern auch durch die Bedeutung, die du dem Ereignis gibst. Genau hier setzt Cognitive Reappraisal an: Du versuchst nicht, dir etwas schönzureden, sondern suchst nach einer realistischeren Interpretation.

Statt: „Er antwortet nicht – ich bin ihm offensichtlich egal.“

Frag dich: „Welche anderen plausiblen Erklärungen gibt es?“

Menschen, die Situationen häufiger auf diese Weise neu bewerten, berichten über höheres Wohlbefinden und mehr positive Emotionen. Meistens hängen wir in Negativspiralen fest, die gar nichts mit der eigentlichen Sache zu tun haben!

Im Stoizismus sagte Epiktet:

„Nicht die Dinge beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinungen über die Dinge.“

Gerade wenn du lernen möchtest, trotz Problemen gesund und glücklich zu leben, ist das wichtig: Du kannst nicht jedes Problem verhindern. Aber du kannst lernen, deine automatische Interpretation des Problems zu überprüfen.

Coaching-Tool: Self-Affirmation = Kläre deine Werte statt dir etwas einzureden

„Ich bin stark. Ich bin erfolgreich. Ich bin großartig.“

Klassische positive Affirmationen sind wissenschaftlich deutlich weniger überzeugend, als Social Media vermuten lässt. Interessanter ist die psychologische Self-Affirmation: Dabei beschäftigst du dich mit deinen persönlichen Werten.

Frag dich beispielsweise: Was ist mir wirklich wichtig? Warum ist mir das wichtig? Und wann habe ich zuletzt entsprechend gehandelt?

Das bringt dich weg von irgendwelchen idealisierten Selbstbildern und hin zu deinem tatsächlichen Verhalten.

Praxis: Wähle 3–5 zentrale Werte und frage dich regelmäßig:

„Passt mein aktuelles Verhalten eigentlich dazu?“

Das geht in eine ähnliche Richtung wie das, was ich im Video unten als „One Minute Manager“ erkläre.

Coaching-Tool: Best Possible Self = Wie soll dein Leben eigentlich aussehen?

Beim Best Possible Self beschreibst du für etwa 15–20 Minuten, wie dein Leben aussehen würde, wenn wichtige Dinge möglichst gut laufen: Gesundheit, Arbeit, Beziehungen, Freizeit oder persönliche Entwicklung. Diese einfache Schreibintervention konnte in Studien positive Emotionen steigern.

Dabei geht es nicht um „Manifestieren“ oder darum, dem Universum eine Bestellung aufzugeben. Du machst dir schlicht klarer, wo du überhaupt hinwillst! Viele von uns wissen nämlich gar nicht, was sie wollen und wo sie eigentlich hinwollen!

Erst wenn du weißt, was du willst und warum, kannst du prüfen, ob dein aktuelles Verhalten dich tatsächlich in diese Richtung bewegt.

Frage: „Wenn die nächsten drei Jahre richtig gut laufen – wie sieht mein Alltag dann aus und was müsste ich heute anfangen, anders zu machen?“

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Was tust du, wenn niemand hinschaut?

Wenn niemand hinschaut, gehst du dann von dir aus zum Sport, bewegst dich – oder sitzt du auf der Couch und isst Chips? Machst du deine Übungen zu Hause oder nicht? Nimmst du deine Omega-3, dein Multivitamin, trinkst deine Proteinshakes und machst WENIGSTENS – seien wir mal realistisch – 3000 Schritte DRAUßEN pro Tag?

Bist du, ohne es jedem recht machen zu wollen – z. B. dem Partner, Chef oder der besten Freundin –, ehrlich und kongruent? Sagst du deine Meinung, ohne immer Recht behalten zu müssen? Apropos Recht behalten: Was kann passieren, wenn du dein „Recht“ erzwingst?

Manchmal ist es besser, auch wenn du Recht hast, nichts zu sagen. Sag nur etwas, wenn das, was du sagst, besser für dich oder die Situation ist, als zu schweigen. Du solltest dich also nicht erst „gut verhalten“, wenn du beobachtet wirst, sondern weil du es möchtest. NATÜRLICH AUCH dann, wenn niemand hinsieht!

Gerade dann – denn das ist oft die meiste Zeit. Und das, was wir die meiste Zeit machen? Das sind wir, oder?

DU BIST DAS, WAS DU TUST, WENN NIEMAND HINSCHAUT!

Und die Lösung für mehr Glück und Zufriedenheit!?

Ja, was ist jetzt mit dem gestressten Mann von eben, der nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommt, mit seiner Frau Kasalla hat, die ganze Nacht nicht pennen konnte und eigentlich massiv überfordert mit allem ist? Würdest du sagen, dass er ehrlich ist? Zu seiner Partnerin? Sich selbst? Seinem Körper?

Natürlich hilft „gesunde Ernährung“ – aber davor stehen manchmal „gesundes Denken“ und eine „gesunde Kommunikation“. In diesem Fall ist Schweigen vielleicht nicht die beste Strategie, sondern ein ruhiges Gespräch über Kernemotionen, Wünsche, Bedürfnisse und Ziele. Kein:

„SCHATZ, SO SPRICHST DU NICHT MIT MIR, ICH WAR DIE GANZE ZEIT ARBEITEN UND JETZT DRÜCKST DU MIR NOCH DIE KINDER IN DIE HÄNDE UND GEKOCHT HAST DU AUCH NICHT UND …“

Sondern vielleicht:

„Liebling, du weißt, dass ich dich über alles liebe und ich möchte gerne in Ruhe mit dir sprechen. Ich fühle mich überfordert und unglücklich und ich habe das Gefühl, dass wir uns verlieren. Ich liebe dich, ich will dich und unsere Familie. Lass uns gemeinsam einen Weg finden.“

Es braucht nicht immer viel. Manchmal reicht wenig. Ein Zitat ändert deine Gedanken, deine Gedanken ändern deine Emotionen, deine Emotionen ändern deinen Stoffwechsel, das ändert dein Ernährungsverhalten, das verändert deine Neurotransmitter …

Es braucht nicht immer viel: 1 Satz. 1 Gedanke. 1 Entscheidung. 1 Gespräch. Damit fängt es an. Nicht mit einem Ernährungsplan.

Ok, nach dem Gespräch gibt’s Date-Night, die Kids gehen zur Großmutter, dann gibt’s Kasalla – aber diesmal im Bett „einmal alles bitte“ mit Spagatsprung und Round-House-Kicks – und danach bestellen sie eine große Tiefkühltruhe und gehen gemeinsam einkaufen. Denn das Essen, das zu Hause und direkt verfügbar ist, ist oft geiler als das, wofür du erst noch jagen musst – Optimal Foraging Theory.

TK-Sachen, Obst, Nüsse, Salami, Joghurt, Trockenfrüchte, leckere Proteinshakes: Dinge, die schnell gemacht sind, sofort verfügbar sind, schmecken, Nährstoffe liefern und ab jetzt auch immer da sind. Nicht du. Nicht ich.

Wir machen den Wocheneinkauf gemeinsam zu einem festen Termin.

Aus einem Du versus ich wird wieder ein Wir. Aus:

„Du hast nicht eingekauft.“

wird:

„Wir haben in der Tiefkühltruhe …“

Mehr zu Bindungen und Beziehung liest du hier.

Plot Twist, glücklicherweise …

Oder ja: Nach ehrlichen Gedanken und ehrlichen Gesprächen darf auch eine ehrliche Entscheidung kommen.

Man trennt sich.

Kündigt.

Da reicht manchmal nur eine Frage. Oder zwei. Oder mehr:

Wie lange kann ich das noch?

Wie lange will ich das noch?

Wo sehe ich mich in 5 Jahren?

Was müsste ich tun, damit’s mir weiterhin so beschissen geht und ich mein Leben so scheiße finde?

Vielleicht ist das am Ende eine der ehrlichsten Antworten auf die Frage „Wie wird man glücklich und zufrieden?“:

Nicht indem du versuchst, jedes Problem aus deinem Leben zu entfernen. Sondern indem du dich um deinen Körper kümmerst, deine Gedanken überprüfst, deine Werte kennst, Beziehungen und Umgebung ehrlich anschaust und dann auch die Entscheidungen triffst, die daraus folgen. Zufriedenheit im Leben bedeutet nicht, dass immer alles geil ist. Aber du solltest nicht jeden Tag dasselbe tun, was dich unzufrieden macht, und gleichzeitig darauf warten, dass irgendjemand oder irgendetwas dein Leben für dich verändert. Ich hoffe, dir taugt’s! Falls ja: Gerne meine Artikel teilen, eventuell auf deiner Website verlinken, in deinen Newsletter setzen und mir auf Insta & YouTube folgen – und natürlich deine Nahrungsergänzungsmittel bei Götterspeise kaufen!

Mehr zum Thema Coaching und Kommunikation lernst du im Modul 6 der Ausbildung zum Kraft- und Gesundheitstrainer – lohnt sich auch unabhängig von der gesamten Ausbildung!

Multivitamin

Wie wird man glücklich und zufrieden?

Wie wird man glücklich?

Glück hängt nicht an einem einzelnen Trick. Regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf, soziale Beziehungen und Zeit draußen gehören zu den sinnvollsten Grundlagen. Dazu kommt, wie du Situationen bewertest, welche Erwartungen du hast und ob dein tägliches Verhalten überhaupt zu dem Leben passt, das du führen möchtest.

Wie wird man glücklich und zufrieden?

Gesundheit und Glück sind nicht dasselbe, hängen aber eng zusammen. Kümmere dich zuerst um Schlaf, Bewegung, Ernährung und soziale Kontakte. Danach lohnt es sich, deine Beziehungen, deinen Job, deine Erwartungen und wiederkehrenden Verhaltensmuster ehrlich zu betrachten. Oft fehlt nicht das Wissen – sondern die Konsequenz, etwas zu verändern.

Wie wird man zufriedener im Leben?

Mehr Zufriedenheit entsteht nicht nur dadurch, dass du mehr Positives hinzufügst. Du solltest auch überprüfen, was dich jeden Tag unzufrieden macht. Hilfreich sind beispielsweise Cognitive Reappraisal, Wertearbeit und das Best Possible Self, um Gedanken, Ziele und eigenes Verhalten klarer zu sehen.

Kann man trotz Problemen glücklich und zufrieden sein?

Ja. Zufriedenheit bedeutet nicht, dass keine Probleme mehr existieren. Entscheidend ist unter anderem, zwischen Dingen zu unterscheiden, die du beeinflussen kannst, und Dingen, die außerhalb deiner Kontrolle liegen. Deine Gedanken, Bewertungen, Entscheidungen und dein eigenes Verhalten kannst du verändern – viele äußere Ereignisse dagegen nicht.

Welche Gewohnheiten machen zufriedener?

Zu den wichtigsten Grundlagen gehören regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf, soziale Kontakte und Zeit draußen. Psychologische Werkzeuge wie Meditation, Cognitive Reappraisal, Wertearbeit oder Best Possible Self können ergänzen – sie ersetzen diese Grundlagen aber nicht.

Warum bin ich unzufrieden, obwohl eigentlich alles gut ist?

Unser Gehirn gewichtet negative Informationen besonders stark. Dadurch können einzelne Probleme gedanklich plötzlich das gesamte Leben überschatten. Eine hilfreiche Frage lautet deshalb: „Ist wirklich alles schlecht – oder konzentriere ich mich gerade hauptsächlich auf das, was nicht funktioniert?“

Was ist Cognitive Reappraisal?

Cognitive Reappraisal bedeutet, die eigene Interpretation einer Situation bewusst zu überprüfen. Statt automatisch die negativste Erklärung anzunehmen, fragst du dich: „Welche anderen realistischen Erklärungen gibt es?“ Du redest dir die Situation damit nicht schön, sondern versuchst, sie möglichst realistisch zu bewerten.

Mehr lesen

Quellen:

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Cascio CN, O’Donnell MB, Tinney FJ, Lieberman MD, Taylor SE, Strecher VJ, Falk EB. Self-affirmation activates brain systems associated with self-related processing and reward and is reinforced by future orientation. Soc Cogn Affect Neurosci. 2016 Apr;11(4):621-9. doi: 10.1093/scan/nsv136. Epub 2015 Nov 5. PMID: 26541373; PMCID: PMC4814782.

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Hale L, Troxel W, Buysse DJ. Sleep Health: An Opportunity for Public Health to Address Health Equity. Annu Rev Public Health. 2020 Apr 2;41:81-99. doi: 10.1146/annurev-publhealth-040119-094412. Epub 2020 Jan 3. PMID: 31900098; PMCID: PMC7944938.

Irwin MR. Why sleep is important for health: a psychoneuroimmunology perspective. Annu Rev Psychol. 2015 Jan 3;66:143-72. doi: 10.1146/annurev-psych-010213-115205. Epub 2014 Jul 21. PMID: 25061767; PMCID: PMC4961463.

Vazquez Arreola, Elsa et al.; Prediabetes remission and cardiovascular morbidity and mortality: post-hoc analyses from the Diabetes Prevention Program Outcome study and the DaQing Diabetes Prevention Outcome study; The Lancet Diabetes & Endocrinology, Volume 0, Issue 0

Wang YX, Yin B. A new understanding of the cognitive reappraisal technique: an extension based on the schema theory. Front Behav Neurosci. 2023 Apr 17;17:1174585. doi: 10.3389/fnbeh.2023.1174585. PMID: 37138662; PMCID: PMC10149752.

Wu C, Chen B, Yu J, Zhang Q, Piao C. Effect of the 5:2 Diet on Weight Loss and Cardiovascular Disease Risk Factors in Overweight and/or Obesity: A Systematic Review and Meta-Analysis. Int J Endocrinol. 2025 Feb 24;2025:6658512. doi: 10.1155/ije/6658512. PMID: 40041761; PMCID: PMC11876533.

HINWEIS: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle medizinische oder therapeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich an deinen Arzt oder Therapeuten deines Vertrauens.

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