Let’s talk about Change oder Challenge? Teil 1.
Hi und hallo... ICH HABS EUCH VERSPROCHEN!
Wir beginnen die Reise in ein neues Leben nicht irgendwann, sondern JETZT, heute, mit diesem Newsletter.
Es wird größer als du erwartest. Es ist eine Ernährungsberatung, eine kognitive Verhaltenstherapie, eine Emotions-fokussierte Therapie, eine Dialektisch-Behaviorale Therapie, es gibt Ernährungspläne, Coaching-Fragen, Lifestylemedizin. Es gibt das originale Speed-Weeks-Protokoll von mir (bisher unveröffentlicht) und einfach viel tiefes Wissen über Psychologie, Biochemie und Metabolismus, damit du vermutlich, ob du willst oder nicht, anfängst anders zu denken und anders zu handeln. Das Ziel? Ein gesundes Körpergewicht, eine gesunde Einstellung, ein zufriedenes und erfüllenedes Leben.
Wieso ich das für lau mache? Wurde ich gefragt. Ach, keine Ahnung. Frag nicht zu viel, sonst überleg ich mir das anders. Das ist vermutlich der "Therapeut in mir", der gerne Menschen hilft und der "Autor" in mir, der gerne schreibt und seine Gedankeninhalte festhält: Schreiben ist eine wunderbare Art Wissen für die Nachwelt festzuhalten.
Apropos: Ihr müsst euch nicht bei mir melden, dass ihr mitmacht. Ihr macht einfach mit? Fragen gerne per Mail als Antwort auf diesen Newsletter, die lasse ich mit einfließen. Es dauert vermutlich etwa 8-10 Wochen das Ganze. Es gibt auch Videos von mir zum Thema und Blogs. Einen Großteil aber einfach nur hier!
Also, in dem Sinne: Let’s talk about Change!
In jeder Brigitte-Zeitschrift – und das seit Jahrhunderten – wird über Diäten und Abnehmen gesprochen. Wir wollen alle sexier aussehen und bringen das auch immer mit einem „normalen Körpergewicht“ in Verbindung – mal abgesehen davon, dass viele auch Probleme mit Selbstbild und Selbstideal haben. Also starten dann jedes Jahr erneut eine Crash-Diät und da muss ich meinen Kollegen Clifford Opuki – oder Harry Wijnvoord? – einmal zitieren:
Mit Slim Fast nehm’ ich immer wieder ab – und dazwischen immer wieder zu!?
Das Problem ist, dass nach den meisten Diäten der Jo-Jo-Effekt kickt. Und bevor ich überhaupt weiter diese Einleitung schreibe, damit du verstehst, worum es hier eigentlich geht – dein Körper wird sich verändern, ob du willst oder nicht – möchte ich direkt einsteigen in die körperlichen Abwehrmechanismen der Körperfettreduktion!
Wie sich dein Körper gegen das Abnehmen wehrt
Brownell et al. zeigen schon 1986 in einer Rattenstudie, wie der Jo-Jo-Effekt funktioniert: Nach der Diät nehmen Ratten zweimal so schnell wieder zu, wie sie abgenommen haben. Beim zweiten Zyklus der Kalorienrestriktion nahmen sie halb so schnell ab – trotz der gleichen Kalorien wie beim ersten Mal. Und als wäre das nicht genug: Nachdem sie das zweite Mal die Diät beendet hatten, nahmen sie nochmal schneller zu als bei der ersten Zunahme.
Nach MacLean weckt eine Körperfettreduktion ein biologisches Abwehrsystem, das nicht nur sehr hartnäckig ist, sondern auch mehrfach abgesichert – und ziemlich zielstrebig genau eines will (MacLean et al. 2009, 2011): die geleerten Energiespeicher wieder auffüllen – und nicht abnehmen! Wer eine Diät plant, ohne diese Anpassungen zu bedenken, hat es schwer, langfristig Gewicht zu halten. Entsprechend müssten Strategien zur Gewichtsstabilisierung ähnlich konsequent, ausdauernd und „mehrgleisig“ sein wie die biologischen Gegenreaktionen.

Einer der Mechanismen ist, dass die Menge an Leptin nach der Diät reduziert wird – und teilweise langfristig. Leptin ist eines unserer wichtigsten Stoffwechsel- und Sättigungshormone. Es „schaltet“ die Schilddrüse an, beeinflusst unsere Sexualorgane (ohne Leptin keine Fruchtbarkeit) und sättigt: Je höher unser Körperfettanteil, desto mehr Leptin ist im System. Aber: Fettzellen werden bei einer Diät kleiner, sie schrumpfen – und produzieren weniger Leptin.
Leptin reagiert sowohl auf die langfristige Veränderung der Fettzellgröße als auch auf kurzfristige Energieschwankungen in der Fettzelle (z. B. kann kurzfristiges Überessen Leptin erhöhen – trotz insgesamt kleinerer Fettzellen). Mehrere Studien zeigen zudem: Leptin fällt stärker ab, als man allein anhand des Fettverlusts erwarten würde – selbst nachdem das Gewicht wieder stabil ist. Das passt zu Befunden, dass Kalorienrestriktion den Stoffwechsel „überproportional“ verlangsamen kann – zumindest temporär.
Parallel dazu sinkt bei Energiedefizit die Menge an Schilddrüsenhormon T3, TSH steigt dabei – was ebenfalls zur niedrigeren Stoffwechselrate beiträgt. Gleichzeitig steigt Ghrelin im Defizit: unser „Hungerhormon“. Außerdem sinken die Sexualhormone – und die Stresshormone steigen an.
Und jetzt wird’s fies: Die kleineren Fettzellen werden insulinsensitiver. E...