
Ich wurde ausgemustert. Sportunfähig. Ich wurde 3-mal in meinem Leben für „sportunfähig“ und „untauglich“ erklärt: instabil, schwacher Halteapparat, laxe Bänder und Kapseln, O-Beine, Hüftimpingement und so weiter. Eine „Wirbelsäule wie eine 80-jährige Frau“ – und das mit 16 wurde mir vom Orthopäden gesagt. UNFASSBAR EIGENTLICH!
Mir wurde gesagt, dass ich mit meinem Körper nicht einmal Fahrrad fahren sollte. Von einem netten Orthopäden, der nicht verstanden hat, dass ich danach in Tränen ausgebrochen bin. Als meine Mutti da angerufen hat, sagte er, dass er nicht verstehen könne, Sport wäre ja nicht alles. BITTE? Für mich schon! Und für viele andere Menschen auch!
Dieser Vollidiot hat allerdings dazu geführt, dass ich heute das mache, was ich mache: Leuten dabei helfen, wieder gesund zu werden und an sich zu glauben.
Ich hatte „Rückenschmerzen“ und wollte eine Lösung haben. „Nie wieder Sport, du bist fragil“ war nicht das, was ich gehofft hatte. Zum Glück sagte mir einige Wochen später ein anderer Orthopäde: „Ja, du bist sehr beweglich hier, da brauchst du Kräftigung, und hier sieht man ein paar Schmorl’sche Knötchen, das nennt sich Scheuermann, das ist nicht schlimm, das haben viele.“ Eine Aufklärung, die besser hätte nicht sein können.
Danke dafür. Also: Es gibt nicht nur schlechte Ärzte oder Physiotherapeuten. Aber naja, ES GIBT SIE. Und woher weißt du, ob du an so jemanden gerätst?
Aufklärung ist enorm wichtig für Patienten. Befunde sind nett, aber die Erklärung ist essentiell!!!!
Diagnose sportunfähig: Worte, Nocebo und Schmerzen
Eine Diagnose ist nicht automatisch dein Schicksal. Sie kann helfen, Orientierung geben und Sicherheit schaffen oder auch genau das Gegenteil! Sie kann dich nämlich auch kaputtschreiben, wenn sie schlecht erklärt wird und das ohne, dass das wirklich notwendig wäre. Aus „du hast einen Befund“ wird dann: „du bist kaputt“. Aus „da sieht man etwas im MRT“ wird: „du darfst nie wieder Sport machen“. Aus einer unglücklichen Formulierung wird Angst. Und Angst verändert Verhalten, Schmerz, Belastbarkeit und Vertrauen in den eigenen Körper und dann dein ganzes (er)Leben. Aber egal, was irgendein Arzt mal sagte: Ich bin – das hast du, wenn du mir schon länger folgst, wohl mitbekommen – alles andere als sportunfähig.
11,02 Sekunden auf 100 m, Planche und Frontlever mit 90+ kg, 270 kg Kreuzheben, 100 kg Überkopfdrücken, Beastchallenge, Handstandakrobatik, Hobby-Breaker und Spielkind. Ich habe ehrlich gesagt von meiner „Sportunfähigkeit“ nie besonders viel gemerkt:

Und ich bin nicht alleine: Täglich arbeite ich mit Menschen, denen ebenfalls gesagt wurde, dass sie mit Sport – vor allem mit Kraftsport – aufhören sollten. Menschen denen gesagt wurde, dass sie mit ihrem Bandscheibenvorfall nie wieder mehr als 5kg heben dürfen. SO EIN SCHWACHSINN…
Lass dich nicht vom Foto blenden: Diagnose unwichtig!
Meine Schulterdiagnosen? Tendinopathie von Supraspinatus, Infraspinatus und Subscapularis, Bursitis an mehreren Stellen, Labrumriss beziehungsweise SLAP-Läsion, große Zyste im dorsalen Bereich, multidirektionale Instabilität. Wann würde das Probleme machen? Wenn ich nicht trainieren würde.
„Lass dich nicht vom Foto blenden“ ist einer der wichtigsten Sätze, die ich dir mitgeben kann. Ein Bild zeigt Struktur und Auffälligkeiten. Es zeigt nicht automatisch Schmerz, Funktion, Belastbarkeit, Anpassungsfähigkeit oder deine Zukunft. Einer jungen Frau wurde mal gesagt: „Kraftsport ist eh nichts für Frauen.“ Von einem Orthopäden. Ja, hat er Recht, weil Frauen gehören in die Küche und sollten auch keine Ausbildung machen und schon gar nicht wählen gehen. Was ein Typ …
Einem jungen Mann wurde aufgrund einer Meniskusverletzung gesagt, dass seine Handball-Karriere vorbei sei. Naja, 12 Wochen später war eher die Meniskusverletzung vorbei und er konnte wieder spielen. Ich könnte dir unzählige weitere Anekdoten aus der Praxis erzählen. Du glaubst das alles nicht, was da täglich erzählt wird.
Das Problem ist: Diese „Ottopäden“ haben Kredit. Sie haben Glaubwürdigkeit und Status. Wenn du es nicht besser weißt, schenkst du diesen Kollegen dein Vertrauen – und verlierst dadurch nicht selten auch Hoffnung. Nochmal: Es gibt auch gute Ärzte und Therapeuten. Schwarze Schafe gibt es überall. Aber du weißt halt nicht immer, bei wem du gerade landest.
„Mein Physio ist gut, da gehe ich seit 15 Jahren 2-mal die Woche hin.“
Ja ne. Dann ist der, glaube ich, eher kacke.
Erhöhe niemals die Leistung auf eine Dysfunktion?
Hast du das schon einmal gehört? „Don’t put fitness on dysfunction“ heißt es sehr häufig. Aber ist das so?
Jein.
Während einer akuten Verletzung sollte man natürlich nicht blind darauf herumspringen. Aber ansonsten wüsste ich manchmal gerne, was genau diese „Dysfunktion“ eigentlich sein soll. Ein positives MRT? Eine leichte Skoliose? Eine Beinlängendifferenz? Eine Black Disc? Ein Hüftimpingement? Ein alter Meniskusriss? Wenn damit gemeint ist: Trainiere nicht dumm in eine akute Reizung hinein – unterschreibe ich sofort. Wenn damit gemeint ist: Jede strukturelle Auffälligkeit ist eine Kontraindikation für Leistung – dann ist das Unsinn.
Der Körper passt sich an. Irgendwas Schiefes, Asymmetrisches oder ein positiver Befund ist keine automatische Kontraindikation für ordentliches und progressiv gestaltetes Training. Und selbst wenn der Schmerz bleibt, kannst du Aktivität und Leistung oft trotzdem erhöhen. Im Worst Case wirst du stärker und belastbarer, während der Schmerz gleich bleibt. Schlimm? Nein.
Es gibt viele Gründe, stärker zu sein, aber keinen einzigen, schwächer zu bleiben.
Schmerz ist subjektiv, komplex, emotional behaftet und kaum objektivierbar. Schmerz kommt sehr oft unabhängig von strukturellen Auffälligkeiten vor. Und wenn dir dein Arzt, Physio oder Coach noch ein paar schöne Nocebos einpflanzt – „damit dürfen Sie nie wieder …“, „das ist verschlissen“, „Sie sind instabil“, „Ihr Rücken ist kaputt“ –, dann wird aus einem Befund ganz schnell ein Lebensgefühl (Blasini et al. 2017, Colloca 2017, Ritter et al. 2016). Unnötigerweise!
Zuerst möchte ich dir sagen:
Hab keine Angst. Alles wird gut.
Wenn du diesen Satz einmal liest geht es dir schon etwas besser, oder?
Asymptomatische Befunde bei gesunden Menschen!
Jetzt kommt der Teil, den viele nicht hören wollen: Bei vollkommen symptomfreien Menschen findet man ständig Befunde.
Im Alter von 20 bis 70 Jahren findet man sehr häufig Bandscheibenveränderungen. Brinjikji et al. zeigten in einem systematischen Review, dass degenerative Wirbelsäulenbefunde bei asymptomatischen Menschen mit dem Alter massiv zunehmen – also bei Menschen ohne Beschwerden (Brinjikji et al. 2015). Nakashima et al. fanden ebenfalls häufig auffällige MRT-Befunde an der Halswirbelsäule bei über 1200 asymptomatischen Personen (Nakashima et al. 2015).
Kniearthrose-Merkmale im MRT findet man bei asymptomatischen Erwachsenen ebenfalls regelmäßig. Culvenor et al. zeigten, dass MRT-Merkmale einer Kniearthrose bei beschwerdefreien, unverletzten Erwachsenen je nach Alter nicht selten sind: bei unter 40-Jährigen etwa 4–14 %, bei Menschen ab 40 Jahren etwa 19–43 % (Culvenor et al. 2019).
Bei Männern zwischen 40 und 70 findet man in der Schulter extrem häufig Veränderungen: Rotatorenmanschettenrupturen, Tendinopathien, Bursaauffälligkeiten oder Labrumveränderungen. Girish et al. zeigten asymptomatische Schulterbefunde bei Männern, die keinerlei Schulterbeschwerden hatten (Girish et al. 2011).
Auch die ständig „gefundene“ Beinlängendifferenz ist selten automatisch das Problem. Viele Menschen haben kleine anatomische Unterschiede. Das ist erstmal ein Körper, kein Produktionsfehler. Nicht jede Beinlängendifferenz muss ausgeglichen, therapiert oder zum Mittelpunkt deiner Persönlichkeit gemacht werden (Knutson 2005).
Arthrose, der gute alte „Gelenkverschleiß“, korreliert außerdem nicht nur mit mechanischer Beanspruchung, sondern stark mit Körpergewicht, Stoffwechsel und Entzündungsparametern. Menschen mit Übergewicht haben zum Beispiel auch vermehrt Arthrose im Handgelenk und Knie, nicht nur dort, wo mechanisch maximal Last draufliegt (Grotle et al. 2008, Bliddal et al. 2014).

Dieses Bild zeigt wie dein Immunsystem Arthrose-Schmerzen auch unabhängig von dem Knorpelschaden beeinflussen kann. Das Kann z. B. komplett kaputt sein, strukturell, ohne, dass du gravierende Schmerzen haben musst!
Arthrose oder andere Auffälligkeiten im Befund und in der Bildgebung sind in vielen Fällen wie Falten im Gesicht, wenn du älter wirst: Sie gehören dazu und sind nicht automatisch pathologisch.
MRT-Befund heißt nicht automatisch Schmerz
Ein MRT oder Röntgen sind nicht wertlos. Aber ein MRT ist auch kein Orakel und kann schon gar nicht in die Zukunft gucken! Ein Bild kann dir helfen, Red Flags auszuschließen, eine Hypothese zu stützen oder eine OP zu planen. Aber ein Bild erklärt nicht automatisch deine Schmerzen. Viele Befunde sind Zufallsbefunde. Viele Befunde sind Alterung. Viele Befunde sind Anpassung. Und viele Befunde sind klinisch irrelevant, solange sie nicht zu deinen Symptomen, deiner Belastungsreaktion und deiner Untersuchung passen.
Mehr dazu findest du hier:
- MRT-Befund ohne Beschwerden: Warum das Bild nicht automatisch das Problem ist
- MRT sinnvoll oder nicht? Wann Bildgebung wirklich hilft
- Rückenschmerzen und Co: Ohje ohje, das MRT!
Der wichtigste Satz: Behandle den Menschen, nicht das Bild.
Denn wenn du richtig gelesen hast, hast du ja jetzt schon mitbekommen: Du kannst ganz viele auffällige Befunde im MRT sehen, ohne, dass du Beschwerden haben musst! Und wir treiben das jetzt noch einmal auf die Spitze:
Olympia-Athleten und Extremsport trotz Verletzungen?
Verletzungen sind relativ. Ab wann spricht man von einer Verletzung? Wenn man sie im Bild sieht? Oder wenn sie Symptome macht? Kann man verletzt sein und es gar nicht merken? Und kann man verletzt sein, etwas merken und trotzdem Höchstleistung bringen?
Eine häufige Frage in der Praxis ist:
Was kannst du aufgrund deiner Beschwerden nicht mehr tun?
Ohne das, was dir dein Arzt verbietet, gehen die meisten Sachen tatsächlich noch! Das was am meisten Probleme macht ist oft das Wort und das Verbot, nicht der Befund im MRT!
Das ist also fast schon ein philosophisches Thema. Ich möchte Verletzungen nicht kleinreden, aber schau dir mal ein paar Daten an: Viele Olympiathleten gewinnen Medaillen trotz unterschiedlichster radiologischer Befunde – Bandscheibenvorfälle in der Lendenwirbelsäule, im Nacken, Schulter- oder Kniebefunde (Wasserman et al. 2018, Murakami et al. 2018).
Auch Turner leisten Beachtliches. Bei vollkommen symptomfreien Athleten und Athletinnen findest du aber oft die sogenannte „Turnerschulter“, also Pathologien wie Einrisse des Labrums und der Rotatorenmanschette (Gerhardt et al. 2014), bei bis zu 100% der Turner! Auch andere Überkopfathleten weisen im Bild unterschiedlichste Auffälligkeiten auf (Connor et al. 2003). Schwimmer haben häufig Schleimbeutelveränderungen der Schulter, ohne dass sie es direkt merken oder Beschwerden haben müssen (Couanis et al. 2015).
Auch „Impingementproblematiken“ in Schulter oder Hüfte sind oft normaler, als sie klingen: Eine Pincer-Morphologie der Hüfte findet man je nach Untersuchung sehr häufig, Cam-Morphologien ebenfalls häufiger bei Sportlern als bei der Normalbevölkerung, bis zu 70% der Sportler haben das, ohne, dass es Probleme verursacht! Viele Daten sprechen heute eher von einer Morphologie als von einem sicheren „Impingement“ als Krankheitsurteil (van Klij et al. 2018).
Asymptomatische Hüft- und Beckenbefunde findest du auch bei Turnern (Papavasiliou et al. 2014). Radiologen sollten vorsichtig sein, was sie Patienten sagen. Orthopäden und Physiotherapeuten sollten sich nicht nur das MRT angucken, sondern den gesamten Menschen: Anamnese, Schlaf, Stress, Ängste, Sorgen, Ernährung, Training, Beweglichkeit, Kraft, Belastbarkeit und klinische Untersuchung.
Und auch nicht schlecht: Ein großer Teil junger Patienten mit symptomatischem Hüftimpingement konnte in einer prospektiven Studie ohne Operation gut gemanagt werden – mit Aktivitätsmodifikation, Physiotherapie, Vermeidung maximaler Hüftflexion und bei Bedarf Injektionen (Pennock et al. 2018). Oft ist es gar nicht der Knochen, den du auf dem Bild siehst, der die Schmerzen macht, sondern einfach gereiztes Gewebe drumherum, weil du zu viel, zu schnell oder zu unpassend machst. Was ich sagen will: Die hatten ein Hüftimpingment auf dem Bild und Beschwerden, dann machen die Reha, haben keine Beschwerden mehr, können wieder alles machen, aber auf dem Bild haben die immer noch einen Befund. Verstehst du was ich sage?
Dein Gehirn glaubt, was es sieht, hört und denkt. Bei Katzen läuft Medizin einfacher ab: Entweder geht es oder es geht nicht. Der Mensch macht sich zu viele Gedanken – oft um NICHTS.

Schmerzen haben nicht nur etwas mit der Struktur zu tun, sondern mit deinem Glauben, Wissen und Worten die dir eingepflanzt wurden.
Was tun, wenn dir jemand sagt, du sollst keinen Sport mehr machen?
Erstmal: Atmen. Dann nicht direkt dein Leben in die Tonne werfen. Wenn dir jemand sagt, du seist „sportunfähig“, „kaputt“, „instabil“, „verschlissen“ oder „du darfst nie wieder Krafttraining machen“, dann stell bessere Fragen:
- Was genau ist die Diagnose?
Nicht „Rücken kaputt“, sondern: Welche Struktur? Welcher Befund? Welche Relevanz? Und welcher zeitliche Verlauf ist zu erwarten? - Passt der Befund zu meinen Beschwerden?
Ort, Verlauf, Provokation, Entlastung, Funktion, Belastungsreaktion? - Gibt es echte Kontraindikationen?
Akute Fraktur, Tumor, Infektion, neurologische Ausfälle, schwere Instabilität, Red Flags? Oder geht es eher um Angst vor Belastung? - Was kann ich trotzdem trainieren?
Fast immer geht irgendwas. Andere Übungen, andere Winkel, andere Intensität, anderes Volumen, andere Frequenz. - Darf ich nie wieder etwas machen? Doch in den meisten Fällen machst du kurzfristig etwas ruhiger und baust dann schrittweise wieder auf!
Also, von wegen sportunfähig und kaputt
Das nächste Mal, wenn dir jemand sagt, dass du kaputt bist, dich kaputtschreiben will und dir empfiehlt, keinen Sport mehr zu machen, denk daran:
Kein Sport ist auch keine Lösung.
Der menschliche Körper ist ein robustes, anpassungsfähiges Meisterwerk der Natur. Wirklich „sportunfähig“ zu sein, ist eine Rarität. Sehr häufig ist es einfach schlecht erklärte Medizin, schlechte Kommunikation, Angst, Nocebo, fehlendes Verständnis von Training und viel zu wenig Vertrauen in Anpassung. Du bist nicht dein MRT. Du bist nicht dein Befund. Du bist nicht die Angst, die dir jemand mitgegeben hat.
Vergiss nicht: Wer’s glaubt, wird krank.

Dein Gehirn glaubt was es sieht, hört und denkt. Bei Katzen läuft Medizin einfacher ab: Entweder geht es oder es geht nicht. Der Mensch macht sich zu viele Gedanken… oft um NICHTS! Nur wegen einem dummen Bild im MRT und einer Diagnose, die oft nichts bedeutet!
Die schlimmste Krankheit ist die Diagnose!
Eine Diagnose kann wichtig sein. Sie kann Orientierung geben, Red Flags ausschließen, Therapie steuern und Sicherheit schaffen. Aber sie kann auch Angst machen, wenn sie schlecht erklärt wird. Dann wird aus einem Befund eine Identität und aus einem Menschen ein „kaputter Rücken“, ein „instabiles Knie“ oder eine „sportunfähige Schulter“. Aus einem kleinen Reizzustand wird plötzlich ein langfristiges und bleibendes Problem. Wie oft höre ich in der Praxis wohl folgenden Satz: Ich hatte vor 5 Jahren einen Bandscheibenvorfalle, deshalb kann ich jetzt nicht mehr…? Oft. Und es ist falsch. Auch Bandscheibenvorfälle heilen ab.
- Viele strukturelle Auffälligkeiten findet man auch bei Menschen ohne Beschwerden.
- Viele Athleten leisten trotz Befunden auf hohem Niveau.
- Und viele Menschen werden wieder belastbar, wenn nicht für immer schonen, sondern sinnvoll aufgebaut werden.
Also: Lass dich nicht vom Foto blenden. Behandle den Menschen, nicht das Bild. Und wenn dir jemand sagt, du seist sportunfähig, frag erstmal: „Wirklich – oder haben Sie nur keine bessere Idee?“
Wenn du aus Warstein oder Umgebung kommst und genau dabei Hilfe brauchst, schau dir unser betreutes Training bei Strength First in Warstein an. Da geht es nicht darum, dich kaputtzuschreiben, sondern darum, wieder belastbarer zu werden. Und wenn du wissen willst wie man seinen Körper wieder belastbar macht und nach einer Verletzung wieder zurück kommt, schau dir mein Buch Diagnose sportunfähig an!
Häufige Frage zur Sportunfähigkeits-Diagnose
Was bedeutet „sportunfähig“?
„Sportunfähig“ bedeutet, dass jemand dich für bestimmte sportliche Belastungen als nicht geeignet einstuft. Das kann in einzelnen Situationen berechtigt sein, zum Beispiel bei akuten Verletzungen oder Red Flags. Sehr häufig wird der Begriff aber viel zu pauschal benutzt. Oft bist du aufgrund einer Verletzung zwar temporär, also zeitweise, eingeschränkt sportfähig, aber langfristig kannst du deinen Körper wieder aufbauen und belastbar machen!
Darf ich trotz MRT-Befund Sport machen?
In vielen Fällen ja. Ein MRT-Befund ist nicht automatisch eine Kontraindikation für Sport. Entscheidend ist, ob der Befund zu deinen Beschwerden, deiner Funktion und deiner klinischen Untersuchung passt. Viele Menschen haben positive MRT-Befunde, aber keine Beschwerden!
Sind Bandscheibenvorfälle oder Arthrose immer ein Grund, keinen Sport zu machen?
Nein. Bandscheibenveränderungen, Arthrosezeichen und andere degenerative Befunde kommen auch bei Menschen ohne Beschwerden häufig vor. Entscheidend ist, wie belastbar du bist und wie du Training sinnvoll aufbaust. Jeder Mensch bekommt im Laufe seines Lebens, ab 25 aufwärts, einen ganzen Katalog voller Diagnosen, die aber nichts über die tatsächliche Belastbarkeit deines Körpers aussagen!
Was ist ein Nocebo bei Schmerzen?
Ein Nocebo ist ein negativer Erwartungseffekt. Wenn dir jemand sagt, dein Rücken sei kaputt oder du dürftest nie wieder trainieren, kann diese Erwartung Schmerzen, Angst und Schonung verstärken.
Was mache ich, wenn mir Sport verboten wurde?
Lass dir genau erklären, warum. Frage nach Red Flags, konkreter Struktur, Belastungsgrenzen und Alternativen und vor allem auch, was das LANGFRISTIG bedeutet! Hol dir bei Unsicherheit eine zweite Meinung und suche jemanden, der dich untersucht, statt nur deinen Befund zu lesen. Und wenn du wissen willst, wie dein Körper funktioniert und wie du ihn wieder aufbaust und belastbar machst, dann hol dir mein Buch DIAGNOSE SPORTUNFÄHIG:
Weiterlesen
- Diagnose sportunfähig – mein Buch zu Reha, Schmerz, Training und Belastbarkeit
- MRT-Befund ohne Beschwerden: Warum das Bild nicht automatisch das Problem ist
- MRT sinnvoll oder nicht? Wann Bildgebung wirklich hilft
- Bandscheibenvorfall was tut man jetzt?
- Betreutes Krafttraining bei Strength First in Warstein: Wir machen dich wieder Fit!
- Assessment²-Workshop für Trainer, Therapeuten und Coaches
Quellen
Blasini, Maxie, Nicole Corsi, Regine Klinger, and Luana Colloca. 2017. “Nocebo and Pain: An Overview of the Psychoneurobiological Mechanisms.” Pain Reports 2 (2): e585. doi: 10.1097/PR9.0000000000000585.
Bliddal, Henning, Anthony R. Leeds, and Robin Christensen. 2014. “Osteoarthritis, Obesity and Weight Loss: Evidence, Hypotheses and Horizons – A Scoping Review.” Obesity Reviews 15 (7): 578–586. doi: 10.1111/obr.12173.
Brinjikji, W., P. H. Luetmer, B. Comstock, B. W. Bresnahan, L. E. Chen, R. A. Deyo, S. Halabi, et al. 2015. “Systematic Literature Review of Imaging Features of Spinal Degeneration in Asymptomatic Populations.” American Journal of Neuroradiology 36 (4): 811–816. doi: 10.3174/ajnr.A4173.
Colloca, Luana. 2017. “Nocebo Effects Can Make You Feel Pain.” Science 358 (6359): 44. doi: 10.1126/science.aap8488.
Connor, Patrick M., David M. Banks, Alan B. Tyson, James S. Coumas, and Donald F. D’Alessandro. 2003. “Magnetic Resonance Imaging of the Asymptomatic Shoulder of Overhead Athletes: A 5-Year Follow-up Study.” The American Journal of Sports Medicine 31 (5): 724–727. doi: 10.1177/03635465030310051501.
Couanis, George, William Breidahl, and Samantha Burnham. 2015. “The Relationship between Subacromial Bursa Thickness on Ultrasound and Shoulder Pain in Open Water Endurance Swimmers over Time.” Journal of Science and Medicine in Sport 18 (4): 373–377. doi: 10.1016/j.jsams.2014.05.004.
Culvenor, Adam G., Britt Elin Øiestad, Harvi F. Hart, Joshua J. Stefanik, Ali Guermazi, and Kay M. Crossley. 2019. “Prevalence of Knee Osteoarthritis Features on Magnetic Resonance Imaging in Asymptomatic Uninjured Adults: A Systematic Review and Meta-Analysis.” British Journal of Sports Medicine 53 (20): 1268–1278. doi: 10.1136/bjsports-2018-099257.
Gerhardt, Christian, Robert Doyscher, Hans-Peter Boschert, and Markus Scheibel. 2014. “Die Turnerschulter.” Der Orthopäde 43 (3): 230–235. doi: 10.1007/s00132-013-2145-6.
Girish, Gandikota, Lucas G. Lobo, Jon A. Jacobson, Yoav Morag, Bruce Miller, and David A. Jamadar. 2011. “Ultrasound of the Shoulder: Asymptomatic Findings in Men.” American Journal of Roentgenology 197 (4): W713–W719. doi: 10.2214/AJR.11.6971.
Grotle, Margreth, Kåre Birger Hagen, Bård Natvig, Frøydis A. Dahl, and Tore K. Kvien. 2008. “Obesity and Osteoarthritis in Knee, Hip and/or Hand: An Epidemiological Study in the General Population with 10 Years Follow-up.” BMC Musculoskeletal Disorders 9: 132. doi: 10.1186/1471-2474-9-132.
Knutson, Gary A. 2005. “Anatomic and Functional Leg-Length Inequality: A Review and Recommendation for Clinical Decision-Making. Part I, Anatomic Leg-Length Inequality: Prevalence, Magnitude, Effects and Clinical Significance.” Chiropractic & Osteopathy 13: 11. doi: 10.1186/1746-1340-13-11.
Murakami, Akira M., Andrew J. Kompel, Lars Engebretsen, Xinning Li, Bruce B. Forster, Michel D. Crema, Daichi Hayashi, et al. 2018. “The Epidemiology of MRI Detected Shoulder Injuries in Athletes Participating in the Rio de Janeiro 2016 Summer Olympics.” BMC Musculoskeletal Disorders 19: 296. doi: 10.1186/s12891-018-2224-2.
Nakashima, Hiroaki, Yasutsugu Yukawa, Kota Suda, Masatsune Yamagata, Takayoshi Ueta, and Fumihiko Kato. 2015. “Abnormal Findings on Magnetic Resonance Images of the Cervical Spines in 1211 Asymptomatic Subjects.” Spine 40 (6): 392–398. doi: 10.1097/BRS.0000000000000775.
Papavasiliou, A., T. Siatras, A. Bintoudi, D. Milosis, V. Lallas, E. Sykaras, and A. Karantanas. 2014. “The Gymnasts’ Hip and Groin: A Magnetic Resonance Imaging Study in Asymptomatic Elite Athletes.” Skeletal Radiology 43 (8): 1071–1077. doi: 10.1007/s00256-014-1885-7.
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Wasserman, Michael S., Ali Guermazi, Mohamed Jarraya, et al. 2018. “Evaluation of Spine MRIs in Athletes Participating in the Rio de Janeiro 2016 Summer Olympic Games.” BMJ Open Sport & Exercise Medicine 4: e000335. doi: 10.1136/bmjsem-2017-000335.
HINWEIS: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle medizinische oder therapeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich an deinen Arzt oder Therapeuten deines Vertrauens.








