
Ein Schulter-Impingement bedeutet nicht zwangsläufig, dass unter deinem Schulterdach eine Sehne oder ein Schleimbeutel eingeklemmt wird. Heute spricht man deshalb eher vom subacromialen Schmerzsyndrom oder von „Rotator Cuff-Related Shoulder Pain“, quasi ein (temporärer) Reizzustand der Schulter. Für die Behandlung ist sowieso wichtiger, was deine Schulter aktuell nicht verträgt: Schmerzauslöser und Schmerzerhalter finden, vorübergehend reduzieren und anschließend die Belastbarkeit schrittweise wieder aufbauen.
Eine häufige Frage in der Praxis ist, ob Klimmzüge bei Impingement ok sind? Jein. Wenn du vor allem bei Klimmzügen Schulterschmerzen oder Impingement-Symptome bekommst, dann ja, erst mal lassen. Aber weder Klimmzüge noch Seitheben oder Bewegungen über 90 Grad sind automatisch schlecht für deine Schulter. Oftmals ist es die Dosis die grad Probleme macht. Dazu später auch mehr.
Aber erstmal ein kleines Geheimnis der Orthopädie: Impingement-Syndrome* gibt es gar nicht.
Naja. Oder doch?
*Wichtig für alle Klugscheißer: Auch wenn Rotator Cuff-Related Shoulder Pain oder Subacromiales Schmerzsyndrom oder einfach Schulterschmerzen die wissenschaftlich korrektere Bezeichnung für dieses Symptom der Schulter darstellt, sage ich trotzdem Impingement oder Schulterimpingement, aus Gewohnheit und weil es am Ende gar keinen großen Unterschied macht, welchen Begriff du verwendest, solange du deinen Patienten ordentlich aufklärst und keine Angst machst! Jeder weiß was gemeint ist, oder?
Ich hatte letztens einen Patienten mit einem Hüftimpingement. Sein Therapeut hatte ihm gesagt: „Ein Impingement gibt es gar nicht.“ Auf der anderen Seite hatte ich einen Patienten mit Schulter-Impingement und der Orthopäde sagte sinngemäß: „Da ist eine Engstelle innerhalb der Schulter und das muss operativ versorgt werden, weil das geht so nicht mehr weg.“
Was stimmt denn jetzt?
Ein klares Jain.
Gibt es das Impingement-Syndrom der Schulter überhaupt?
Wenn ein Patient sagt: „Ich habe ein Impingement“, meint er meistens erstmal: Meine Schulter tut bei bestimmten Bewegungen weh. Häufig schmerzt die Schulter beispielsweise beim Anheben des Arms irgendwo im Bereich zwischen etwa 60–120° Abduktion. Danach wird es teilweise wieder besser. Das kennen viele als sogenannten Painful Arc.
„Impingement“ heißt zunächst einmal sowas wie „Einklemmen“ und ein Syndrom beschreibt eine Ansammlung verschiedener Symptome. Damit wissen wir erstaunlicherweise noch nicht besonders viel.
Das klassische mechanische Erklärungsmodell lautet ungefähr: Unter dem Acromion – dem Schulterdach – liegen unter anderem Anteile der Rotatorenmanschette und die Bursa (Schleimbeutel). Beim Anheben des Arms wird der subacromiale Raum enger, irgendeine Struktur wird eingequetscht und DESHALB tut deine Schulter weh.
Klingt logisch. Das Problem?
So richtig sauber funktioniert dieses Modell nicht.
Kontakt und Kompression zwischen verschiedenen Strukturen gehören zunächst einmal zur normalen Gelenkmechanik, also das passiert auch bei gesunden. Außerdem stimmen der Zeitpunkt der vermeintlich höchsten mechanischen Kompression, der typische Schmerzbereich und strukturelle Veränderungen nicht zuverlässig miteinander überein: Das maximale Einklemmen hat man zwischen 40-70 Grad, da tuts oft aber gar nicht weh. Auch die klassischen Tests wie Painful Arc, Hawkins-Kennedy oder Neer können deine Beschwerde reproduzieren, aber nicht zuverlässig sagen: „Aha! Genau die Supraspinatussehne wird genau dort eingeklemmt.“
Das mechanische Modell ist also vielleicht interessant – aber zu simpel und vielleicht sogar gänzlich falsch.
Deshalb wurde aus dem klassischen „Impingement-Syndrom“ zunächst das subacromiale Schmerzsyndrom (SAPS). Inzwischen wird zunehmend der Begriff Rotator Cuff-Related Shoulder Pain (RCRSP) verwendet, weil sich eine einzelne Struktur als definitive Schmerzquelle klinisch oft gar nicht zuverlässig identifizieren lässt (Lewis et al. 2025).
Aber auch wenn wir jetzt ein moderneres Wort benutzen: Deine Schulter tut trotzdem weh.
Das ist der entscheidende Punkt. Die Aussage „Impingement gibt es nicht“ hilft dem Patienten nämlich ungefähr genauso viel wie:
„Sie haben keine Rückenschmerzen. Sie haben nur unspezifische nozizeptive Prozesse.“
Ach so. Danke. Problem gelöst. Nicht.
Das eigentliche Problem ist also nicht unbedingt die Bezeichnung „Impingement“, sondern dass an die Diagnose häufig gleich ein falsches Erklärungsmodell gehängt wird, was man vsrsucht zu behandeln: Da ist zu wenig Platz → Knochen drückt auf Sehne → Sehne geht kaputt → wir müssen den Platz vergrößern.
Und genau dieses Modell enthält dann möglicherweise schon die falsche Therapie. Denn genau dieses Impingement-Modell ist widerlegt!
DA IST NÄMLICH NICHT PLÖTZLICH ZU WENIG PLATZ IN DER SCHULTER, DER GESTERN NOCH DA WAR!
Was verursacht ein Schulter-Impingement bzw. subacromiale Schmerzen?
Du hast Schulterschmerzen, genauso wie jeder zweite Typ, mit dem du im Gym sprichst: „Ja, hatte ich auch schon … du musst dieses, jenes tun …“
Naja. Im Schulterbereich liegen unzählige Strukturen, die gleiche oder ähnliche Beschwerden erzeugen oder daran beteiligt sein können: Rotatorenmanschette, Bursa, lange Bizepssehne, Labrum, Gelenkkapsel, AC-Gelenk und einige andere. Dazu kommen Instabilität, Überbelastungsprobleme, Sensitivität des Nervensystems, Schlaf, Stress, Angst, vorherige Erfahrungen, Alltagsaktivitäten und Haltungen und natürlich andere Erkrankungen die auch mal Schulterschmerzen auslösen können. Dann tut zwar die Schulter weh, aber die Ursache ist nicht zwangsläufig immer die gleiche.
MRT BEFUND SIEHT KEINE SCHMERZEN!!!
Das ist 2026 noch wichtiger als damals, als ich die ursprüngliche Version dieses Artikels geschrieben habe: Aktuelle systematische Reviews zeigen eindrucksvoll, wie häufig Veränderungen der Rotatorenmanschette, des AC-Gelenks und anderer Schulterstrukturen auch bei Menschen gefunden werden, die überhaupt keine Beschwerden haben. Selbst Tendinopathien, Teilrupturen und teilweise komplette Rotatorenmanschettenrupturen finden sich bei schmerzfreien Schultern (Sanders et al. 2025).
Heißt das, dass Struktur völlig egal ist? Natürlich nicht. Wenn dir beim Bankdrücken der Arm wegfliegt und die Rotatorenmanschette einmal komplett durchs Wohnzimmer schnalzt, interessiert uns die Struktur gerne mal. Es bedeutet nur:
Bildgebung + Auffälligkeit = nicht automatisch Schmerzursache.
Ich hatte beispielsweise einmal zwei Brüder bei mir. Beide EXAKT die gleichen Symptome. Gleiche Stelle. Gleiche Eltern, gleicher Nachname – ja, die wohnen sogar in der gleichen Straße! Gleiches ALLES.
Aber bei der Untersuchung kamen wir auf zwei unterschiedliche Arbeitshypothesen bezüglich der möglichen Ursache.
Selbst identische Symptome bedeuten nicht automatisch identische Ursachen.
Das ist einer der Gründe, warum die Frage „Was ist die beste Übung bei Schulter-Impingement?“ schon falsch gestellt sein kann.
Klimmzüge und Rudern? Scapula Push-ups? Ring Dips? Bottom-up Presses? Turkish Get-ups?
JA EHM … WAS HAST DU DENN EIGENTLICH GENAU?
Trotzdem sehe ich in der Praxis ein Muster immer und immer wieder: Belastung und aktuelle Belastbarkeit passen nicht zusammen. Und oft gibt es einen temporären Reizzustand, auch ohne direkte Verletzung im eigentlichen Sinne.
Du hast fünf Jahre lang deinen Arm ungefähr viermal pro Woche über Schulterhöhe gehoben und beschließt plötzlich:
„Ich streiche jetzt das Wohnzimmer.“
Und dann sechs Stunden Decke. Samstag auch. Sonntag nochmal. Montag:
„Chris, ich weiß gar nicht, wo die Schulterschmerzen plötzlich herkommen.“
Oder den ganzen Winter nichts gemacht und im Frühjahr direkt vier Tage Holz hacken. Oder lange keine Klimmzüge und dann wieder 100 Stück pro Woche oder änderst deine Übungsausführung, deine Technik und wunderst dich dann, wieso es PLÖTZLICH schmerzt. Frage dich bei Schmerzen direkt mal: WAS HABE ICH DENN ANDERS GEMACHT!? Das ist nichts Verrücktes und Abgespacetes.
Dein Körper sagt Nein – und du machst es trotzdem.
Nicht jedes subacromiale Schmerzsyndrom entsteht so. Aber Überlastung beziehungsweise ein plötzlicher Belastungsanstieg ist in meiner Praxis verdammt häufig Teil der Geschichte. Und das führt direkt zur Behandlung. Oft keiner guten Behandlung…
Aber vorher müssen wir über Klimmzüge sprechen. Das werde ich oft in der Praxis gefragt und das ist ein interessantes Thema, nicht nur für Calisthenics-Sportler!
Klimmzüge bei Impingement: Schulterblatt nach hinten und unten?
Eine meiner Lieblingsanweisungen im Krafttraining:
„Beim Klimmzug immer die Schulterblätter nach hinten und unten ziehen!“
Warum eigentlich? Das Schulterblatt muss sich bewegen, wenn du den Arm über Kopf bewegst. Wir sprechen dabei nicht von einem simplen 2:1-Rhythmus oder EINER perfekten Schulterblattstellung, sondern von einer komplexen dreidimensionalen Bewegung mit Aufwärtsrotation, Abduktion und Bewegungen in verschiedenen Ebenen. Die Bewegungen sind individuell variabel.
Und dann kommen wir Menschen und sagen:
„HALT! Ich weiß es besser als dein Schulterblatt. Hinten-unten und da bleibst du jetzt!“
Wenn du den Arm über Kopf bewegen möchtest, benötigst du freie Bewegung des Schulterblatts. Eine maximale bewusste Depression und Retraktion kann diese Bewegung einschränken. Mach den Test:
Zieh dein Schulterblatt maximal nach hinten und unten. HALTEN! Und jetzt heb den Arm komplett nach oben. Geht schlecht? Siehste.
Wenn es problemlos geht, hast du das Schulterblatt wahrscheinlich nicht so festgehalten, wie du dachtest. Es wird häufig argumentiert, dass man durch Depression den unteren Trapezmuskel aktiviert und der untere Trapez wiederum an der Aufwärtsrotation beteiligt ist.
Nur weil ein Muskel Funktion A UND Funktion B besitzt, heißt das aber nicht, dass du Funktion B automatisch maximal bekommst, wenn du bewusst Funktion A ausführst. Eine Bewegung ist eben keine isolierte Funktion eines einzelnen Muskels.
Das gilt auch für den Serratus anterior. Den kann ich mit Scapula Push-ups über Protraktionsbewegungen trainieren. Daraus folgt aber nicht, dass ich bei jeder Überkopfbewegung bewusst maximal protrahieren muss, um meinen Serratus „anzuschalten“.
Der Körper kann das schon. Wirklich.
Ich betreue seit vielen Jahren Calisthenics-Athleten und habe einige Jungs gesehen, die monatelang Schulterbeschwerden bei Klimmzügen hatten und ihre Schulterblätter bei jeder Wiederholung mit Gewalt nach hinten-unten gezogen haben. Wir haben dieses Schulterblatt-Gedöns rausgenommen.
Natürlichere Bewegung. Belastung gar nicht groß angepasst. Und vielen verschwinden die Beschwerden nach einigen Tagen bis Wochen!
Das ist meine klinische Erfahrung. Das beweist zwar NICHT, dass Schulterblattdepression grundsätzlich ein Impingement verursacht. Biomechanische Untersuchungen zeigen aber durchaus, dass verschiedene Klimmzugvarianten unterschiedliche Scapula- und Schulterbewegungen erzeugen. Beispielsweise zeigten sehr breite und und andere Pull-up-Varianten in einer kleinen Studie Bewegungsmuster, die zumindest theoretisch mit höherer subacromialer Belastung vereinbar sein könnten (Prinold und Bull 2016).
Keine Studie beweist bsiher: „Breite Klimmzüge machen Impingement.“
Aber wenn DEINE Schulter bei einer bestimmten Variante oder bei diesem bewussten Fixieren jedes Mal meckert? Dann interessiert mich weniger, dass irgendein Instagram-Coach die Variante für „biomechanisch optimal“ hält. Und wie gesagt, das funktioniert in der Praxis zu oft, als dass ich das dem Zufall zuordnen würde.
Meine Empfehlung für Klimmzüge bei Schulter-Impingement
Lass dein Schulterblatt erstmal in Ruhe. Du musst es nicht bewusst festnageln. Wenn Klimmzüge aktuell Schmerzen provozieren, reduziere kurzfristig zudem die Belastung, Volumen oder Bewegungsumfang oder ersetze sie teilweise durch eine besser tolerierte Rudervariante oder geh an den Latzug. Man findet schon Möglichkeiten deine Schulter, Rücken, Latissimus zu trainieren, trotz Schulterschmerzen. Auch hier hatte ich schon mehrere Patienten, bei denen die Beschwerden bei Klimmzügen auftraten. Als wir mehr gerudert und weniger geklimmzugt haben, verschwanden die Beschwerden.
Warum? Vielleicht weil der Arm beim Rudern nicht in dieselbe Überkopfposition gebracht wird. Vielleicht weil wir die Gesamtbelastung verändert haben. Vielleicht weil die betroffenen Strukturen endlich einmal weniger gereizt wurden. Ist mir in dem Moment ehrlich gesagt relativ egal.
Die Ursache ist nicht immer das Wichtigste. Manchmal ist die Lösung wichtiger.
Später kommen Klimmzüge natürlich wieder rein. Denn Rehabilitation bedeutet nicht:
„Die Bewegung tut weh, also mach sie nie wieder.“
Sondern: „Die Bewegung tut momentan weh. Also finden wir heraus, wie wir dich wieder dahin bekommen.“
Schulter-Impingement behandeln: Mein „virtueller Gips“
Jetzt kommen wir zu dem Teil, der in meinen Augen bei vielen Schulterbeschwerden unfassbar unterschätzt wird. Eine Anekdote:
Ein Patient hatte ungefähr acht Monate Schulterbeschwerden. Im MRT wurden Veränderungen an Rotatorenmanschette, Labrum und Kalk beschrieben. Eine Operation stand im Raum. Ibuprofen, Trainingspause und verschiedener Pipapo hatten nicht geholfen.
Ich habe ihn untersucht. Der Befund war ungefähr: Panzer drübergefahren.
Es tat irgendwie alles weh und ließ sich nicht sauber auf eine einzelne Struktur zurückführen. Also bekam er eine Hausaufgabe:
Alltagsscan.
Wann genau löst du deine Beschwerden aus?
Nicht nur beim Training. Morgens. Arbeit. Auto. Sofa. Schlafen. Sex. Garten. Einkaufen.
Eine Woche hat 168 Stunden. Deine drei Stunden Training sind eventuell gar nicht das größte Problem. Der Patient kam wieder und sagte:
„Immer wenn ich auf dem Sofa so mache, tut es weh.“
Ich: „Und machst du das weiterhin?“
Er: „Ja.“
WIESO?
Immer wenn ich DAS mache, tut es weh. Also mache ich DAS jeden Tag wieder. Herr Doktor, warum geht das nicht weg?
Genau mein Humor.
Ich habe ihm gesagt:
LASS ES SEIN, VERDAMMT NOCH MAL.
Arm beim Sitzen anders positionieren. Nicht so schlafen. Im Zweifel: Hand in die Tasche.
Virtueller Gips. Virtuelle Operation.
Nach ungefähr zwei Wochen waren seine Beschwerden weg. Vorher acht Monate Probleme. Er sagte später zu mir: „Chris, danke. Du hast mich von der Schlachtbank geholt.“
In meinem Buch Diagnose sportunfähig erzähle ich diese Geschichte ebenfalls.
Zweite Anekdote: Eine Patientin mit seit etwa einem halben Jahr bestehenden Schulterbeschwerden. Spritzen, Ibuprofen, Physiotherapie, Osteopathie, Trainingstherapie – allen Pipapo.
Was niemand konsequent gemacht hatte?
Die täglich wiederkehrenden Schmerzauslöser einmal wirklich rausnehmen.
Auch hier brachte eine kurze konsequente Entlastungsphase eine massive Veränderung. Das sind zwei Erfahrungen aus meiner Praxis und natürlich keine randomisierten kontrollierten Studien. Aber genau daraus entstand mein Konzept des virtuellen Gipses:
Stell dir vor, du wurdest gestern an der Schulter operiert. Wie würdest du dich heute verhalten? Würdest du Holz hacken? Die Garage streichen? Wasserkisten schleppen? Beim Bumsen exakt die Position wählen, von der du weißt, dass sie jedes Mal deine Schulter reizt?
Hoffentlich nicht.
Also warum brauchst du manchmal erst einen Hautschnitt, bevor du bereit bist, das gereizte Ding mal für ein paar Tage in Ruhe zu lassen?
Wichtig: Virtueller Gips bedeutet NICHT komplette Immobilisation über Wochen.
Es bedeutet relative Ruhe und Belastungsmanagement, ABER EBEN AUCH IM ALLTAG!
Genau das ist auch mit moderner Rehabilitation vereinbar: Edukation, Modifikation der aktuell schlecht tolerierten Aktivitäten und anschließende aktive Rehabilitation sind zentrale Bestandteile der Behandlung von Rotatorenmanschetten-bezogenen Schulterbeschwerden (Desmeules et al. 2025).
Patienten sind manchmal Patienten, weil sie sich wie Patienten verhalten und auch so denken. Sie machen Sportpause, aber keine Alltagspause. Alle MÜSSEN immer noch und WOLLEN ABER NICHT… aber das ist doch deinem Körper egal? Er sagt dir doch, dass eine bestimmte Bewegung Probleme macht? BIST DU DUMM ODER WAS? Sorry, dass ich das so deutlich sage, aber das denke ich echt oft in der Praxis…
„Die Entzündungsphase dauert zwei Wochen“, ist keine perfekte Zeitangabe, aber eine grobe Richtung wie lange der virtuelle Gips gehen kann und das ist auch oft das Zeitfenster, in denen die Beschwerden deutlich reduzieren.
Bei einem hochgereizten Schulterproblem können einige Tage konsequente Entlastung schon einen gewaltigen Unterschied machen.
Wie funktioniert eine gute Schulter-Reha bei subacromialen Bschwerden?
Also dieses Physiotherapie Konzept funktioniert bei fast allen Verletzungen und und Gelenksproblemen, nicht nur bei Schulterschmerzen und es ist genauso einfach, wie es dumm und logisch ist. ABER: Wir brauchen nicht immer kompliziert, manchmal einfach nur gesunden Menschenverstand:
Schritt 1: Scheiße sein lassen.
Bis es deutlich besser wird. Und danach?
Schritt 2: Scheiße wieder aufbauen – Übungen bei Impingement
Die Schulter soll natürlich nicht für immer in der Tasche bleiben, aber in der ersten Phase konsequent, auch im Alltag. Und nach der kurzfristigen Belastungsreduktion (PAUSE) kommt die schmerzangepasste Belastungssteigerung beziehungsweise graduierte Exposition.
Du willst dabei zwei Dinge erreichen:
- Die Kapazität des Gewebes beziehungsweise des gesamten Schulterkomplexes erhöhen.
- Vertrauen in Bewegung und Belastung zurückbekommen.
Das ist eigentlich gar nicht so kompliziert, wie es häufig gemacht wird. Du hast unglaublich viele Parameter, mit denen du spielen kannst:
Bewegungsumfang: kleine Range of Motion → größere Range of Motion.
Gewicht: gar kein Zusatzgewicht → Besenstiel → 1 kg → 3 kg → schwerer.
Volumen: wenige Wiederholungen und Sätze → mehr.
Frequenz: selten → häufiger.
Geschwindigkeit: langsam und kontrolliert → schneller und sportartspezifischer.
Übungsauswahl: leicht tolerierbare Bewegungen → genau die Bewegung, die du wieder können möchtest.
Wenn Überkopfdrücken weh tut, muss ich nicht direkt mit schwerem Overhead Press anfangen. Vielleicht beginnen wir mit einer gut tolerierten Bewegung, später Besenstiel, leichte Kurzhantel, mehr Bewegungsumfang und irgendwann wieder normales Drücken.
Wenn Klimmzüge schmerzen: Vielleicht erstmal Rudern. Dann unterstützte Klimmzüge. Teilbewegungen. Langsame Klimmzüge. Normale Klimmzüge. Und später Zusatzgewicht.
Schrittweise.
Welche Übungen dabei sinnvoll sind?
Eine gute Reha kann beispielsweise beinhalten:
- Rudervarianten
- Training der Rotatorenmanschette in verschiedenen Winkeln
- Scapula Push-ups
- Reverse Flys
- kontrollierte Außenrotation
- später horizontale Druckübungen
- anschließend zunehmend Überkopfbewegungen
- am Ende sport- beziehungsweise alltagsspezifische Belastungen
Scapulafokussierte Übungen können Schmerz und Funktion bei subacromialen Beschwerden verbessern (Zhong et al. 2024). Auch verschiedene Formen des Krafttrainings funktionieren bei RCRSP; eine aktuelle Netzwerk-Metaanalyse fand Hinweise zugunsten konzentrischer Kräftigung, zeigt aber gleichzeitig, dass es weiterhin keine einzelne universell beste Trainingsmethode gibt (Zhang et al. 2025). Und das passt wunderbar zu dem, was ich seit Jahren sage:
Es ist wahrscheinlich weniger entscheidend, ob deine Wiederholung statisch, exzentrisch oder konzentrisch heißt. Wichtig ist erstmal, dass du die Schulter sinnvoll und progressiv trainierst.
Auch der alte Gedanke „Du musst exakt den schwachen Serratus reparieren“ oder „deine Außenrotatoren sind zu schwach und DESHALB hast du Schmerzen“ ist mir zu einfach.
Eine Übung kann funktionieren. Der Muskel kann hinterher stärker sein. Der Schmerz kann verschwinden. Das beweist noch lange nicht, dass die Schwäche dieses Muskels die ursprüngliche Ursache des Problems war.
Behandlungseffekt beweist keine Ursache.
Das vergessen wir in der Physiotherapie unfassbar gerne und daraus entstehen diese ganzen Zaubereien und verrückten Erklärungsmodelle!
2 Impingement-Syndrom-Videos von mir, solltest du dir unbedingt mal anschauen! Apropos: Folgst du mir eigentlich auf Youtube?

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Mein grobes Impingement-Behandlungsprotokoll bei Schulterschmerzen
Wenn wir es wirklich simpel machen wollen:
- Schmerzauslöser finden.
Nicht nur Training anschauen. Den ganzen Alltag scannen. - Aktuell schlecht tolerierte Belastungen kurz reduzieren.
Nicht ewig schonen. Aber auch nicht jeden Tag dieselbe Wunde wieder aufreißen. - Schulter weiter schmerzarm bewegen und trainieren.
Rudern, Rotatorenmanschette, Scapula-Arbeit oder andere tolerierte Bewegungen. - Bewegungsumfang wieder vergrößern.
- Gewicht und Volumen steigern.
- Geschwindigkeit und Komplexität steigern.
- Die ursprüngliche Problembewegung wieder einbauen.
Klimmzug, Overhead Press, Muscle-up, Arbeit über Kopf – was auch immer DU wieder können möchtest.
Genau das ist Trainingstherapie. Nicht 17 magische Impingement-Übungen. Das ist nicht kompliziert, aber Patienten sind Patienten, weil sie oft nicht logisch denken und sich einfach wie Patienten verhalten. Sie sagen oft, dass sie schon ALLES VERSUCHT HABEN, aber haben sie in 99% der Fälle nicht: Es gibt selten eine konsequente Pause (auch im Alltag), es gibt selten eine konsequente und schrittweise aufgebaute Reha bzw. Trainingstherapie über Wochen bis MONATE, es gibt selten Geduld, aber es gibt oft 1000de falsche und angstmachende Erklärungen der ganzen „Spezialisten“…
Operation bei Schulter-Impingement – sinnvoll oder nicht?
Jetzt wird es richtig interessant. Die klassische Operation für ein vermeintliches subacromiales Impingement ist die subacromiale Dekompression. Vereinfacht gesagt wird versucht, unter dem Schulterdach mehr Platz zu schaffen, beispielsweise indem Teile des Acromions bearbeitet werden. Und danach geht es vielen Menschen tatsächlich besser.
AHA!
Dann war also doch der zu kleine Raum schuld? Nicht unbedingt.
Denn es gibt Placebo-Operationsstudien. 2018 zeigte die FIMPACT-Studie bereits, dass die subacromiale Dekompression nach zwei Jahren keinen klinisch relevanten Vorteil gegenüber einer diagnostischen Arthroskopie ohne eigentliche Dekompression bot (Paavola et al. 2018). Inzwischen haben wir sogar die 10-Jahres-Daten.
Und das Ergebnis? Immer noch kein klinisch relevanter Vorteil der Dekompression gegenüber Placebo-Operation beziehungsweise Übungstherapie (Kanto et al. 2025).
ZEHN JAHRE! Wenn das klassische Modell wäre:
Knochen klemmt Sehne → Knochen weg → Sehne frei → Problem gelöst
… dann müsste die Operation, die tatsächlich Platz schafft, doch deutlich besser funktionieren als die Operation, die keinen Platz schafft. Tut sie aber nicht. Und das ist einer der stärksten Gründe, weshalb das klassische mechanische Impingement-Modell als allgemeine Erklärung nicht ausreicht. Meine persönliche Vermutung aus der Praxis geht noch weiter:
Nach einer Operation akzeptieren Menschen endlich den virtuellen Gips.
Der Patient sagt: „Ich wurde gestern operiert. Natürlich hacke ich heute kein Holz.“
„Natürlich streiche ich nicht die Decke.“
„Natürlich schleppe ich keine Wasserkiste.“
Dann folgt eine strukturierte Reha.
Zuerst wenig. Dann mehr. Progressive Belastungssteigerung. Exakt das, was ich OHNE Operation ebenfalls versuche. Kann ich beweisen, dass genau das den kompletten Placebo-OP-Effekt erklärt? Nein.
Aber es ist für mich klinisch eine ziemlich interessante Erklärung. Und deswegen sage ich nicht:
„Lass dich niemals an der Schulter operieren.“
Das wäre genauso dämlich. Es gibt traumatische Rupturen, relevante Instabilitäten und andere Situationen, in denen eine chirurgische Abklärung beziehungsweise Versorgung sinnvoll sein kann. Aber ein typisches atraumatisches subacromiales Schmerzsyndrom ist keine automatische Operationsindikation. Die aktuelle Clinical Practice Guideline empfiehlt bei Rotatorenmanschetten-Tendinopathie primär nichtoperative Versorgung und aktive Rehabilitation (Desmeules et al. 2025).
Vielleicht war dein konservatives Vorgehen bisher also nicht erfolglos. Vielleicht war es einfach nur KACKE. Oder nicht konsequent genug. Oder zu kurz. Oder du hast zwar drei neue Übungen bekommen, aber weiterhin 165 Stunden pro Woche exakt das gemacht, was die Schulter reizt.
Was hilft bei einem Schulter-Impingement wirklich?
„Ich hab ein Impingement.“
Ja, aber was hast du?
„Ein Impingement.“
Ach so. Jetzt hab ich’s verstanden …
Ein Impingement-Syndrom beziehungsweise subacromiales Schmerzsyndrom beschreibt eine Gruppe von Schulterbeschwerden, aber nicht automatisch eine einzelne eingeklemmte Sehne. Der modernere Begriff Rotator Cuff-Related Shoulder Pain versucht genau dieses Problem zu umgehen. Die Struktur ist dabei im ersten Schritt weniger entscheidend. Und ob der Jobe Test, der Neer Test oder der Hawkins-Kennedy Test positiv ist, spielt in der Praxis erstmal auch gar keine Rolle!
Für mich ist in der Praxis sowieso etwas anderes entscheidender:
Was tut weh? Wann tut es weh? Was hast du vorher verändert? Welche Belastung verträgt deine Schulter aktuell? Welche Belastung möchtest du wieder vertragen?
Dann kommt mein hochwissenschaftliches Zwei-Schritte-Programm:
-
Scheiße sein lassen.
-
Scheiße wieder aufbauen.
Erst den aktuellen Reizzustand ernst nehmen und die Schmerzauslöser konsequent reduzieren.
Dann: Bewegen. Trainieren. Belastung steigern. Bewegungsumfang steigern. Klimmzüge wieder machen. Überkopf drücken. Sport treiben. Leben. Denn Ziel einer guten Rehabilitation ist nicht, deine Schulter dauerhaft vor Belastung zu schützen.
Ziel ist, dass sie Belastung wieder verträgt.
Und wenn du bei Klimmzügen Beschwerden bekommst: Lass das Schulterblatt erstmal seinen Job machen. Nicht zwanghaft nach hinten-unten festnageln, Belastung prüfen, eventuell vorübergehend mehr rudern und den Klimmzug danach schrittweise wieder aufbauen. Was ich dir mit diesem Artikel auf den Weg geben möchte?
Die schlimmste Krankheit ist manchmal die Diagnose.
Wenn wir eine falsche Hypothese zur Ursache stellen, doktern wir möglicherweise jahrelang an der falschen Stelle herum. Deine Schulter ist nicht automatisch kaputt, auch nicht, wenn ein MRT das zeigt, denn ein MRT zeigt auch viele asymptomatische Befunde. Aber sie sagt dir eventuell ziemlich deutlich:
Das war gerade ein bisschen viel, Meister.
Vielleicht solltest du einfach mal zuhören.
Oder lies mal hier weiter:
Eine mögliche Behandlung von Schulter-Beschwerden erkläre ich dir im folgenden Video:

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Häufige Fragen zum Schulterimpingement
Was ist ein Impingement der Schulter?
Beim klassischen Impingement-Modell wird angenommen, dass Strukturen unter dem Schulterdach bei Armbewegungen mechanisch komprimiert werden und dadurch Beschwerden entstehen. Dieses Modell erklärt subacromiale Schulterschmerzen allerdings nur unzureichend. Heute werden häufiger die Begriffe subacromiales Schmerzsyndrom oder Rotator Cuff-Related Shoulder Pain verwendet.
Was sind typische Symptome eines Schulter-Impingements?
Typisch sind Schmerzen beim Anheben des Arms, häufig in einem bestimmten Bewegungsbereich, Beschwerden bei Überkopfaktivitäten und teilweise Schmerzen beim Liegen auf der betroffenen Seite. Diese Symptome sind allerdings nicht spezifisch für eine einzige Schulterstruktur. Eigentlich sagt es nur: Dein Arm tut weh, wenn du ihn hochhebst. Dafür brauchst du keinen Physiotherapeuten oder Arzt, der das dann anders nennt.
Welche Übungen helfen bei einem Schulter-Impingement?
Es gibt keine einzelne beste Übung. Sinnvoll sind häufig progressive Kräftigungsübungen für Rotatorenmanschette und Schultergürtel, Rudervarianten und später wieder die konkret benötigten Überkopfbewegungen. Die Übungen sollten zur aktuellen Belastbarkeit und zum individuellen Ziel passen.
Darf man mit einem Schulter-Impingement Klimmzüge machen?
Grundsätzlich ja. Wenn Klimmzüge die Beschwerden aktuell deutlich provozieren, kannst du Belastung, Volumen, Bewegungsumfang oder Variante vorübergehend verändern. Eine mögliche Zwischenstufe ist mehr Rudern, bevor Klimmzüge schrittweise wieder aufgebaut werden.
Sollte man bei Klimmzügen die Schulterblätter nach hinten und unten ziehen?
Eine maximale permanente Fixierung der Schulterblätter nach hinten-unten ist nicht notwendig und macht auch keinen großen Sinn. Das Schulterblatt muss sich bei Überkopfbewegungen bewegen können. Ich lasse meine Athleten bei Klimmzügen deshalb normalerweise eine natürliche Schulterblattbewegung zu. Wie man einen Klimmzug macht? Häng dich einfach an die Stange und zieh dich hoch.
Sollte man ein Schulter-Impingement schonen?
Eine kurze Phase relativer Ruhe kann bei stark gereizten Beschwerden sinnvoll sein. Dauerhafte Schonung ist dagegen selten das Ziel. Nach der Belastungsreduktion sollte die Schulter schrittweise wieder trainiert und belastbarer gemacht werden. Was aber natürlich sinnvoll ist, dass du drumherum trainierst, also das weitermachst, was keine Beschwerden verursacht.
Muss ein Schulter-Impingement operiert werden?
Ein typisches (atraumatisches) subacromiales Schmerzsyndrom muss in der Regel nicht operiert werden. Langzeitdaten zeigen keinen klinisch relevanten Vorteil einer subacromialen Dekompression gegenüber Placebo-Operation oder Übungstherapie (Kanto et al. 2025). Es kommt immer auf die Ursache der Schulterschmerzen an, die meisten Schulterprobleme müssen aber nicht operativ versorgt werden.
Warum zeigt mein MRT Veränderungen, obwohl diese vielleicht gar nicht die Schmerzen verursachen?
Strukturelle Veränderungen der Schulter sind auch bei Menschen ohne Beschwerden häufig. Ein MRT zeigt Strukturen, kann aber nicht automatisch bestimmen, welcher Befund deine Schmerzen verursacht. Deshalb müssen Bildgebung, Symptome und klinische Untersuchung gemeinsam bewertet werden.
Wann sollte ich Schulterschmerzen untersuchen lassen?
Bei einem deutlichen Trauma, starkem oder plötzlich auftretendem Kraftverlust, sichtbarer Deformität, neurologischen Symptomen, ungewöhnlich starken Ruhe- oder Nachtschmerzen oder anhaltenden beziehungsweise zunehmenden Beschwerden sollte die Schulter professionell untersucht werden. Oder wenn es seit Wochen nicht weggeht. Wichtig: Lass sich da aber nicht massieren, lockern und triggern, auch Faszienbehandlungen sind eher Quatsch, sonst hätte ich dazu explizit in diesem Artikel etwas geschrieben! Das hier ist vermutlich einer der evidenzbasiertesten Artikel zum Thema Schulterimpingement den du finden wirst.
Quellen
Desmeules, François, Jean-Sébastien Roy, Simon Lafrance, et al. “Rotator Cuff Tendinopathy Diagnosis, Nonsurgical Medical Care, and Rehabilitation: A Clinical Practice Guideline.” Journal of Orthopaedic & Sports Physical Therapy 55, no. 4 (2025): 235–274. https://doi.org/10.2519/jospt.2025.13182.
Holmgren, Theresa, Hanna Björnsson Hallgren, Birgitta Öberg, Lars Adolfsson, and Kajsa Johansson. “Effect of Specific Exercise Strategy on Need for Surgery in Patients with Subacromial Impingement Syndrome: Randomised Controlled Study.” BMJ 344 (2012): e787. https://doi.org/10.1136/bmj.e787.
Kanto, Kari, Mathias Bäck, Thomas Ibounig, et al. “Arthroscopic Subacromial Decompression versus Placebo Surgery for Subacromial Pain Syndrome: 10 Year Follow-up of the FIMPACT Randomised, Placebo Surgery Controlled Trial.” BMJ 391 (2025): e086201. https://doi.org/10.1136/bmj-2025-086201.
Lewis, Jeremy S., Paul E. Mintken, and Amy W. McDevitt. “What’s in a Name? The Case for Using ‘Rotator Cuff-Related Shoulder Pain’ in Clinical Practice.” Journal of Orthopaedic & Sports Physical Therapy 55, no. 7 (2025): 1–3. https://doi.org/10.2519/jospt.2025.13405.
Paavola, Mika, Antti Malmivaara, Simo Taimela, et al. “Subacromial Decompression versus Diagnostic Arthroscopy for Shoulder Impingement: Randomised, Placebo Surgery Controlled Clinical Trial.” BMJ 362 (2018): k2860. https://doi.org/10.1136/bmj.k2860.
Prinold, Joe A. I., and Anthony M. J. Bull. “Scapula Kinematics of Pull-Up Techniques: Avoiding Impingement Risk with Training Changes.” Journal of Science and Medicine in Sport 19, no. 8 (2016): 629–635. https://doi.org/10.1016/j.jsams.2015.08.002.
Sanders, Sharon L., Thomas Ibounig, Romi Haas, et al. “Rotator Cuff Imaging Abnormalities in Asymptomatic Shoulders: A Systematic Review.” Journal of Orthopaedic & Sports Physical Therapy 55, no. 12 (2025): 1–16. https://doi.org/10.2519/jospt.2025.13611.
Zhang, Wei, Minghui Du, Liang Xia, Fengqi Hao, and Meihong Tian. “Effects of Seven Types of Exercise in the Treatment of Rotator Cuff-Related Shoulder Pain (RCRSP): A Systematic Review and Bayesian Network Meta-analysis.” Journal of Orthopaedic Surgery and Research 20 (2025): 1075. https://doi.org/10.1186/s13018-025-06514-4.
Zhong, Ziyi, Wanli Zang, Ziyue Tang, et al. “Effect of Scapular Stabilization Exercises on Subacromial Pain (Impingement) Syndrome: A Systematic Review and Meta-analysis of Randomized Controlled Trials.” Frontiers in Neurology 15 (2024): 1357763. https://doi.org/10.3389/fneur.2024.1357763.
HINWEIS: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle medizinische oder therapeutische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich an deinen Arzt oder Therapeuten deines Vertrauens.








